BDI/PwC-Mittelstandspanel:

Mehr Unternehmen als im Frühjahr 2015 empfinden den von der Wirtschaftspolitik geschaffenen Rahmen zwar als (sehr) gut – jedoch stellt der überwiegende Teil, 49,3 Prozent der industriellen Mittelständler, den Voraussetzungen in Deutschland weiterhin bestenfalls die Note „befriedigend“ aus.

Das 22. BDI/PwC-Mittelstandspanel liefert neben der Beurteilung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen die bürokratischen Belastungen im Allgemeinen sowie die Auswirkungen des Mindestlohngesetzes im Speziellen. An der Herbstbefragung haben 794 Unternehmen teilgenommen.

Der Großteil der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage positiv – eine deutliche Steigerung gegenüber der Frühjahrsbefragung. Nur 16,3 Prozent der befragten Betriebe sehen ihre wirtschaftliche Lage in den nächsten 12 Monaten (sehr) schlecht. Auch Exportunternehmen sind optimistisch, trotz Sorge vor einer nachlassenden Dynamik, die Einfluss auf wichtige Absatzmärkte in China haben könnte.

Mittelständische Unternehmen kämpfen mit der Bürokratiebremse, den Umweltauflagen und sozialpolitischen und steuerrechtlichen Regelungen. 61,1 Prozent der Befragten geben die Schuldenkrise in Europa – 47,6 Prozent den Fachkräftemangel – als zentralen Risikofaktor an.

Eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken ist eine bessere Integration von Flüchtlingen in Schulen, Ausbildung und dem Arbeitsmarkt – vor allem wenn das Qualifikationsniveau stimmt und die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass im Ausland erworbene Fähigkeiten in Deutschland anerkannt werden.

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