Das Elektroauto hat in Deutschland auf absehbare Zeit nur begrenzte Marktchancen. Denn gut 60 Prozent der Verbraucher würden erst dann einen Pkw mit rein oder zumindest überwiegend elektrischem Antrieb kaufen, wenn dieser zu einem vertretbaren Preis die vom Verbrennungsmotor gewohnten Fahrleistungen bringt. Dies ist das ernüchternde Ergebnis einer Umfrage im Rahmen einer Studie, die PwC-Experten des Automobil- und Energiebereichs sowie Fachleute für die Finanzierung von Infrastruktur zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO erstellt haben.
Neben den Ergebnissen der Nutzerbefragung und einer Reihe von Experteninterviews beleuchtet die Studie die Herausforderungen der Elektromobilität anhand von 8 Thesen, die unterschiedliche Aspekte des Themas in den Vordergrund stellen.
Die derzeitigen Nachteile des Elektrofahrzeugs gegenüber dem verbrennungsgetriebenen Pkw sind offensichtlich: Es ist zu teuer und schränkt die gewohnte individuelle Mobilität der Nutzer ein. Und das wird auch bis 2020 nicht behoben sein. Daher gilt es, die Nutzer durch innovative Fahrzeug- und auch Mobilitätskonzepte mit neuen, wertvollen Features zu beeindrucken, um die benannten Nachteile aufzuwiegen. Warum Kaufanreize hierbei nur eine untergeordnete Rolle spielen können, erläutert These 1 der Studie.
Die Automobilindustrie muss für die Entwicklung von E-Fahrzeugen tief greifende Veränderungen vornehmen, sowohl technologisch als auch in Bezug auf ihre Geschäftsmodelle. Allerdings werden Elektrofahrzeuge auf absehbare Zeit nicht den Marktanteil erreichen, mit dem sich eine ausschließliche Fokussierung auf diese mit enormen Investitionen verbundene Technologie lohnt. Kooperationen mit Unternehmen und Playern verschiedenster Herkunft sind der einzig mögliche Ausweg, um in der Elektromobilität Fuß zu fassen. These 2 und 3 der Studie zeigen auf, worin die besonderen Herausforderungen für die Marktteilnehmer bestehen und in welchen Bereichen Kooperationen die Entwicklung der Elektromobilität vorantreiben können.
These 4 untersucht, inwieweit Elektroautos die Energielandschaft verändern und macht deutlich, dass Elektromobilität und regenerative Energieerzeugung deutlich stärker als bisher miteinander gekoppelt werden müssen.
Neben der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft gewinnt auch die Informations- und Kommunikationstechnologie an Bedeutung, wenn es darum geht, den Nutzern uneingeschränkte Mobilität zur Verfügung zu stellen. These 5 und 6 zeigen, welche Vorteile nicht nur der einzelne Nutzer, sondern ganze Städte aus dieser Entwicklung ziehen können.
Bei der Suche nach dem passenden Geschäftsmodell sind die Total Costs of Ownership eine essenzielle Grundlage, die in These 7 näher untersucht wird.
Abschließend werden in These 8 politische Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer Marktführerschaft in Deutschland diskutiert.
Die Studie können Sie gern kostenfrei bestellen.
Elektromobilität
Herausforderungen für die Industrie und öffentliche Hand
Felix Kuhnert (PwC)
Hansjörg Arnold (PwC)
Ralf Kurtz (PwC)
Dr. Wilhelm Bauer (IAO)
PwC
Juni 2010
90 S.
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kostenlos