Nur Veränderung sichert den Vorsprung

Nur Veränderung sichert den Vorsprung

Der globale Automarkt wächst, doch mit regional sehr unterschiedlichem Tempo. Wer vom Wachstum profitieren will, muss auf allen Märkten präsent sein – und zwar auch in der Produktion. Zudem müssen die Hersteller sehr unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht werden - vor allem auf den reifen Märkten wollen immer mehr Konsumenten in erster Linie Mobilität kaufen, und nicht unbedingt ein Auto.

Global betrachtet sind die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie so gut wie lange nicht mehr: Absatz und Produktion wachsen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich, wie PwC in der zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt veröffentlichten Studie „How to stay Number One“ prognostiziert. Allein in China könnten 2019 rund 27,7 Millionen Neuwagen verkauft werden, im laufenden Jahr werden es voraussichtlich 18,1 Millionen sein.

Für den europäischen Markt (EU und EFTA) schätzen die Experten einen Zuwachs von 12,1 Millionen Pkw (2013) auf 14,9 Millionen im Jahr 2019, in den USA dürfte der Absatz im gleichen Zeitraum von 15,4 Millionen auf 16,7 Millionen zulegen. Allerdings ergeben sich diese Zuwächse in erster Linie aus einem hohen Ersatzbedarf - vor allem in Europa haben Autobesitzer eine fällige Neuanschaffung auf Grund der Wirtschaftskrise hinausgezögert.

Produktionskapazität entsteht vor allem in Asien

Anteile der Weltregionen am Produktionswachstum

Abb.8 Anteile der Weltregionen am Produktionswachstum

Auf der Produktionsseite ziehen die Verschiebungen auf den Absatzmärkten eine Neuausrichtung der Kapazitäten nach sich. So werden im Jahr 2019 weltweit zwar 25 Millionen Pkw mehr aus den Werkshallen rollen als 2013, rund zwei Drittel der Fahrzeuge dürften aber in China und den asiatischen Schwellenländern entstehen.

Der Boom in Asien treibt zudem die Globalisierung der Automobilproduktion weiter voran. Die deutschen Hersteller werden 2019 voraussichtlich rund 16,7 Millionen Pkw produzieren und damit gut vier Millionen mehr als 2012. Ein Großteil des Zuwachses entfällt jedoch auf Werke in Asien – hier werden die deutschen Hersteller rund fünf Millionen Fahrzeuge fertigen (2012: 3,0 Millionen). Die Inlandsproduktion dürfte um immerhin 600.000 Einheiten auf 5,1 Millionen zulegen. Dieser im europäischen Vergleich hohe Zuwachs ist auch auf die ausgeprägte Diversifizierungsstrategie der deutschen Hersteller zurückzuführen. Die Angebotspalette wird durch Derivate und Nischenmodelle immer weiter aufgefächert. Da von diesen Fahrzeugen vergleichsweise wenige Stückzahlen produziert werden, ist der Export oft wirtschaftlicher als die Verlagerung der Produktion zu den Absatzmärkten.

Neue Mobilitätsbedürfnisse fordern Industrie heraus

Eine große Herausforderung für Hersteller und Zulieferer ist zudem die Veränderung der Mobilitätsbedürfnisse, die sich zumindest auf wichtigen Teilmärkten der Industrieländer abzeichnet. So identifiziert die Studie verschiedene Konsumentengruppen, die in Abhängigkeit von Lebensort und Lebensphase („Stadt – Land – Kind“) sehr unterschiedliche Anforderungen an das Automobil stellen – wenn sie überhaupt noch eines benötigen. Die Automobilhersteller reagieren darauf, indem sie ihr Selbstverständnis überdenken und entsprechend anpassen: der Wandel vom Autobauer zum integrierten Mobilitätsdienstleister hat bereits begonnen, wie die Studie aufzeigt.

Bibliographische Daten

How to stay No. 1

Autoren

Felix Kuhnert
Jan C. Maser
Philippe Funda

Herausgeber

PwC

Bibliographie/Quelle

August 2013
134 S.

Preis

kostenlos

 

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