Understanding the health of your supplier: Is your company fuelled with working capital?

Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Automobilindustrie hart getroffen. In der Folge haben Unternehmen ihr Working Capital gesenkt. Jetzt ist die Branche wieder im Aufschwung. Das kann bei Zulieferern zu Liquiditätsengpässen führen, die die Produktion stören. Umso wichtiger ist es nun für Hersteller, Zulieferer und Investoren nun, Risiken zu überprüfen. Mittels einer ausgeklügelten Benchmarking-Analyse lassen sich für die Zukunft verlässliche Prognosen treffen.

In der Automobilbranche arbeiten große Unternehmen, aber auch kleine und mittlere Zulieferer eng zusammen. Gerade die kleinen werden im Risikomanagement von Unternehmen häufig außer Acht gelassen, nehmen im Herstellungsprozess aber unter Umständen eine Schlüsselrolle ein. Weil sie nur begrenzten Zugang zu finanziellen Ressourcen haben, kann ihr Risiko höher sein.

Mit Benchmarking-Analysen die finanzielle Gesundheit prüfen

Nach Einschätzung von PwC-Experten wird das Working Capital bei vielen Zulieferern noch immer nicht nachhaltig genug gesteuert. Eine Erkenntnis hat dabei eine signifikante Bedeutung für die Beurteilung des Risikos eines Unternehmens: Der Umfang sowie die zeitliche Entwicklung des Working Capitals können je nach Markt- und Produktsegment zwischen den Zulieferern können sich stark unterscheiden - das haben PwC-Analysen zur Entwicklung des Working Capitals der europäischen Zuliefererbranche gezeigt.

Der Fokus einer Benchmarking-Analyse hängt dabei auch von der Art des Unternehmens ab:

  • Entscheidend für Automobilhersteller: Wie verlässlich arbeiten die Zulieferer? Wenn ein sehr spezialisiertes Unternehmen wegbricht, kann das im Ernstfall die Produktion zum Stillstand bringen.
  • Entscheidend für Zulieferer: Wie lässt sich die Liquidität auch in Wachstumsphasen sichern?
  • Entscheidend für Investoren: Besteht ein Refinanzierungsbedarf oder kann das Investment eine Dividende zahlen?

Anhand von Benchmarking-Analysen lassen sich verlässliche Prognosen treffen. PwC hat dazu das Supplierfacts Benchmarking Tool entwickelt. Mithilfe der Supplierfacts-Datenbank können wichtige Kennzahlen zur Liquidität abgebildet und interpretiert werden.

Die vorliegende Analyse beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Nachfragekrise auf die Entwicklung des Working Capitals der Zulieferer und zeigt die unterschiedlichen Entwicklungspfade der analysierten Segmente auf. Hier werden die Vorteile von Benchmarking als Bestandteil eines Risiko-Managementsystems deutlich - für die Aussagekraft ist es entscheidend, eine spezifische Peergroup mit vergleichbaren Working-Capital-Bedürfnissen zu berücksichtigen. Hierauf aufbauend präsentieren die PwC-Experten Strategien für Original Equipment Manufacturer (OEM), Zulieferer und Investoren, wie sie zukünftige Liquiditätsanforderungen ihrer Unternehmen, Zulieferer oder ihrer potenziellen Investitionsziele frühzeitig erkennen können.

Bibliographische Daten

Understanding the health of your supplier: Is your company fuelled with working capital?

Autoren

Dr. Michael Borgmann
Jan Ebert

Herausgeber

PwC LLP

Bibliographie/Quelle

September 2010
14 S.
6 Abb.

Preis

kostenlos