Nachholbedarf bei digitaler Kompetenz

Der technologische Wandel fordert Unternehmen weltweit heraus – doch nur wenige sehen sich auf die Veränderungen vorbereitet. Welche Defizite die Entscheider sehen und welche Strategien die digitale Transformation am besten unterstützen, zeigt der „6th Annual Digital Survey“ von PwC.

Die Diagnose ist klar: Vier von fünf Top-Managern sehen den technologischen Wandel als entscheidend für die Geschäftsmodelle der Zukunft an. Doch bescheinigt nur jeder fünfte der weltweit rund 1.500 Entscheider seinem Unternehmen eine herausragende digitale Kompetenz.

Vergleichsweise gut schneiden erwartungsgemäß die Unternehmen im Technologiesektor ab, während sich die Befragten aus Industrie sowie Handel- und Konsumgüterbranche eher am unteren Ende des Spektrums einordnen (Abb).

Bemerkenswert ist insbesondere, dass zwar viele Befragte die Herausforderungen und auch Risiken der technologischen Entwicklungen erkennen, dies sich aber nicht in den Unternehmensstrategien widerspiegelt. Beispielsweise halten 72 Prozent ihr Unternehmen noch nicht für den Umgang mit ‚Big Data’ gerüstet, dennoch setzen sich nur 44 Prozent mit dem Thema strategisch auseinander.

Die Studie macht zudem deutlich, welche Strukturmerkmale die Top-Performer von weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheiden. Neben einem klaren Bekenntnis des obersten Managements zur digitalen Transformation erweisen sich eine enge Kooperation zwischen IT-Ressort und den anderen Abteilungen, die systematische Suche nach externen Innovationspotenzialen, signifikante Investitionen in neue IT-Plattformen sowie eine bereichsübergreifende Transformationsstrategie als erfolgskritisch.