Die internationale Fondsbranche sieht ein stark wachsendes Kundenpotenzial in Indien, da der Wohlstand der Bevölkerung steigt. Der Markt entwickelt sich gerade und ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Allerdings haben Privatanleger noch große Vorbehalte gegenüber Finanzprodukten, insbesondere in ländlichen Gebieten. Hier müssen neue Vertriebswege ausgebaut werden, zeigt die PwC-Publikation "Distribution Spectrum and the Changing Business Environment. Indian Mutual Fund Industry". Für die Studie führten PwC-Experten Interviews mit führenden Fondsgesellschaften Indiens.
"Wer das volle Marktpotenzial ausschöpfen will, muss insbesondere die kleineren Städte und die ländlichen Regionen Indiens in den Blick nehmen", sagt Dr. Peter Seethaler, Leiter des Bereichs "Asset Management" bei PwC in Deutschland. Derzeit stammen noch 80 Prozent der Privatanleger aus den zehn größten Städten Indiens; der Markt ist von einer Sättigung allerdings weit entfernt. Entsprechend großes Interesse zeigt die internationale Fondsindustrie an dem Wachstumsmarkt – auch wenn das Volumen der Assets under Management der indischen Fondsbranche zwischen 2010 und 2011 leicht gesunken ist.
Der Auf- und Ausbau von weiter reichenden Vertriebswegen ist einer der Schlüssel, um das Potenzial des indischen Marktes zu erschließen. Der zweite Schritt ist es dann, das langfristige Vertrauen der Anleger zu gewinnen. Denn Indiens Investoren gelten als konservativ, und sie investieren bislang mehrheitlich eher kurzfristig mit Anlagehorizonten von höchstens zwei Jahren; sie gilt es für längerfristige Anlagen zu begeistern. Die Konsequenz in den Augen von Peter Seethaler: "Fondsgesellschaften müssen in Indien transparent arbeiten und ihre Finanzprodukte klar strukturieren."
Indian Mutual Fund Industry
Distribution Spectrum and the Changing Business Environment
PwC India
Juni 2011
36 S.
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