PwC-Analyse erleichtert Überblick über IT-Dienstleister für FATCA-Lösungen

Den richtigen Dienstleister für die Umsetzung der Vorgaben des Foreign Accounts Tax Compliance Acts (FATCA) in die hauseigene IT zu finden, sei gar nicht so leicht, berichtet PwC-Fachmann Achim Obermann. Er hat mit Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz IT-Dienstleister zusammengetragen, die Finanzdienstleister dabei unterstützen, FATCA-Prozesse in ihre IT-Landschaft einzubauen: "Die IT-Lösungen für die FATCA-Compliance knüpfen an ganz unterschiedlichen Systemvoraussetzungen an und sind für unterschiedlichste Nutzungen zugeschnitten", erklärt Obermann das Problem.

Die Menge der zu durchleuchtenden Daten, die bestehende IT-Landschaft und Kapazitäten der hauseigenen IT-Abteilung nennt Obermann als wichtige Kenngrößen bei der Auswahl eines IT-Dienstleisters für die FATCA-Umsetzung. FATCA-Vorgaben in die eigene IT zu integrieren, ist möglicherweise extrem aufwändig. Denn gemäß der Erklärung der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Spaniens aus dem Februar 2012, enger zusammenarbeiten und regelmäßig steuerlich relevante Daten austauschen zu wollen, müssen Finanzdienstleister Daten über all ihre US-Kunden an die nationalen Steuerbehörde übermitteln – und zwar zu allen erdenklichen Anlagen vom Girokonto bis zum Wertpapierdepot.

Nach der gemeinsamen Erklärung der oben genannten Staaten soll der Datenaustausch in Zukunft auf Gegenseitigkeit beruhen: FATCA soll mittelfristig zur "Blaupause" auch für andere Staaten werden, um den Austausch von Steuerdaten zu beschleunigen.

FATCA-Vorgaben bringen Veränderungen in allen Unternehmensbereichen

"Weil FATCA nahezu alle Unternehmensbereiche erfasst, müssen Banken, Versicherungen und Asset-Management-Gesellschaften eine Vielzahl von IT-Systeme anpassen", erklärt FATCA-Fachmann Achim Obermann. Unter Umständen sei es deshalb angebrachter, schlicht die gesammelten Datensätze an einen Dienstleister zu übergeben, der mit seiner IT-Lösung die FATCA-Compliance des Auftraggebers sicherstellt. "Solch eine 'Software as a Service'-Lösung scheint allerdings nur bis zu einem gewissen Datenvolumen praktikabel", gibt Obermann zu bedenken.

"Viele Anwender einer einheitlichen Standard-Software vertrauen darauf, dass der Hersteller Ergänzungen liefert, mit denen sich die FATCA-Compliance erreichen lässt", sagt PwC-Fachmann Obermann.

Sobald für unterschiedliche Geschäftsfelder oder –abläufe unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz sind, werde die FATCA-Umsetzung zu einem sehr komplexen Unterfangen,warnen die PwC-Experten: "Die hauseigene IT-Abteilung hat dafür häufig keine Kapazitäten frei, zumal die laufende Anpassung beispielsweise an neue IFRS-Regeln bereits viele Ressourcen binden."

Der Markt ändert sich laufend

Bei der Suche nach dem passenden Dienstleister, der die notwendige Unterstützung bei der FATCA-Umsetzung bietet, ist die Studie "IT waking up to FATCA" eine wertvolle Orientierungshilfe. Da Anbieter ihre Lösungen regelmäßig an neue Entwicklungen der FATCA-Regulierung anpassen, wird die Marktübersicht ständig fortgeschrieben. Hinweise und Ergänzungen nehmen die Autoren entgegen unter fatca@de.pwc.com.

Die Studie können Sie als PDF kostenfrei bestellen.