So wenige Transaktionen wie zuletzt 2003 verzeichnete Europas Finanzbranche im Jahr 2011; das Schlussquartal fiel mit einem M&A-Volumen von 16,5 Milliarden Euro allerdings fast 75 Prozent als das Schlussquartal 2010. Das zeigt die PwC-Studie "Sharing Deal Insight: European Financial Services M&A 2011". Markus Burghardt, Vorstand und Leiter des Bereichs Financial Services bei PwC, gibt sich daher vorsichtig optimistisch für Mergers & Acquisitions im Jahr 2012: "Der Aufschwung im Schlussquartal 2011 könnte womöglich auf eine Trendwende hindeuten."
Der Restrukturierungsbedarf in der Finanzbranche ist nach wie vor groß, ist Christopher Sur überzeugt, der bei PwC Deutschland im Bereich "Financial Services" das Team "Transaction Services" leitet. Seine Einschätzung: "Die weit verbreitete Unsicherheit durch die Finanz- und Schuldenkrise hat zu einem Transaktionsstau geführt."
Das starke Schlussquartal 2011 könnte darauf hindeuten, dass der Rückstau von Fusionen und Übernahmen sich auflöst. Lange haben Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister M&A-Aktivitäten vor sich hergeschoben.
Eine Reihe kleinerer Deals im Schlussquartal 2011 ließ die beginnende Restrukturierung in der Finanzbranche bereits erkennen: Das Volumen der Deals mit einem Volumen von weniger als einer Milliarde Euro hat sich vom dritten zum vierten Quartal 2011 mehr als verdoppelt auf 5,9 Milliarden Euro. Finanzinvestoren nutzen die Gelegenheit zum Einstieg.
Mit Blick auf das Gesamtjahr 2011 nennen die PwC-Experten Expansion und erzwungene Restrukturierungen als Treiber der M&A-Aktivitäten: Ganze 14 der 20 größten Deals des Jahres 2011 lassen sich darauf zurückführen.
Sharing deal insight
European Financial Services M&A news and views
PwC
Februar 2012
16 S.
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