Fachkräftemangel - Stationärer und ambulanter Bereich bis zum Jahr 2030

Die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft wird neben offenen Finanzierungsfragen maßgeblich von der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte bestimmt. Der Wandel der Gesundheitswirtschaft vom Kostentreiber zum Wachstumsmotor kann unabhängig von Finanzierungsfragen nur dann mittel- und langfristig weiteres Wachstum generieren, wenn dieser personalintensiven Branche auch in Zukunft genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

PwC hat in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Forschungsinstitut WifOR unter Leitung von Dr. Dennis Ostwald, das sich auf Arbeitsmarktforschung sowie insbesondere Fragen der Gesundheitswirtschaft spezialisiert hat, diese Studie erstellt. Ziel ist es, die Personalentwicklung in ambulanten und stationären Einrichtungen für ärztliches und nicht-ärztliches Personal des Gesundheitswesens zu berechnen, zu analysieren und auf Basis einer validen Datenbasis Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Alte Strukturen infrage stellen

In den Jahren 2020 und 2030 kommt es zu einem dramatischen Anstieg des Personalmangels sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, bei Ärzten und nicht-ärztlichen Fachkräften - das zeigen die Ergebnisse deutlich. Nur durch entschiedenes Gegensteuern kann die gewohnt gute Versorgung auf dem Gesundheitssektor auch über das Jahr 2020 hinaus in Deutschland aufrechterhalten werden. 

Hierfür sind neue Denkansätze notwendig, alte Strukturen sind infrage zu stellen. Politik, Wirtschaft und die Akteure des Arbeitsmarktes sind gefordert und müssen nachhaltige Konzepte entwickeln. Diskussionen über die Erhöhung der Studienplätze für Medizin oder die Anwerbung von ausländischen Fachkräften gehen nicht weit genug. 

Letztendlich müssen die Prozesse im Gesundheitswesen optimiert, die Ineffizienzen eines staatlich geschaffenen Systems überwunden und neuen Technologien im Gesundheitswesen der Weg eröffnet werden. Wenn die notwendigen Veränderungen nicht schon jetzt in die Wege geleitet werden, wird die Versorgungsqualität zukünftig nicht mehr aufrechterhalten können. Es gilt, heute die Weichen zu stellen, um nachhaltige Lösungen für morgen zu finden.