Der globale Markt für Fusionen und Übernahmen (Merger & Acquisitions, M&A) in der Gesundheitswirtschaft hat im vergangenen Jahr zugelegt. Im mittelständischen Markt erreichte Deutschland den vierten Platz mit einem Volumen von 2,096 Milliarden Dollar, was elf Deals entspricht, wie die PwC-Publikation "Global Healthcare Deals Quarterly" in ihrer Januar-Edition ausweist. Nur in den USA, China und dem Vereinigten Königreich fanden zwischen Januar und Dezember 2011 mehr Deals statt.
Basierend auf den Daten von Dealogic, werden in der Statistik Transaktionen im so genannten "Middle Market" mit Volumina von mindestens 50 Millionen US-Dollar bis höchstens 750 Millionen US-Dollar berücksichtigt. Danach wuchs der M&A-Middle Market in der Gesundheitswirtschaft im vergangenen Jahr insgesamt um 15 Prozent, verglichen mit 2010 – und zwar vor allem durch sich überproportional positiv entwickelnde Märkte wie der der klinischen Informationstechnologie. Damit ist der Bereich M&A in der Gesundheitswirtschaft unter allen M&A-Märkten weltweit der drittstärkste. Ein höheres Transaktionsvolumen verzeichneten lediglich der Immobiliensektor (111,8 Milliarden US-Dollar) sowie die Computer- und Elektronikbranche (61,6 Milliarden US-Dollar).
Dieses positive Klima wird sich im laufenden Jahr nicht abkühlen. Die PwC-Experten gehen demnach von diesen drei wesentlichen Trends aus:
"Die Gesundheitsbranche bietet in einem aktuell unübersichtlichen Umfeld vergleichsweise sichere Wachstumsperspektiven. Der demografische Wandel lässt die Nachfrage nach Dienstleistungen weltweit steigen", kommentiert Michael Burkhart, Geschäftsbereichsleiter Healthcare/Pharma.
"In Europa bieten sich weiterhin attraktive Konsolidierungsmöglichkeiten für strategische Investoren und Private Equity", ergänzt Dr. Alexander von Friesen, M&A-Experte für den Bereich Gesundheitswesen und Pharma."Insbesondere in Deutschland sehen wir für 2012 ein erhebliches Transaktionspotenzial."
Global Healthcare Deals Quarterly Fast forward: Healthcare deals on the global horizon
PwC, New York
Januar 2012
16 S.
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