Pharma-Branche mit Problemen vor der Haustüre und goldener Zukunft am Horizont

Tief im Vorrat der römischen Redewendungen gräbt Dr. Volker Fitzner, Partner im PwC-Bereich "Gesundheitswesen und Pharma", um die Situation der Pharma-Branche zu beschreiben: "Per aspera ad astra – durch das Rauhe zu den Sternen", bringt er die PwC-Studie 'Pharma 2020' auf den Punkt. Denn die wachsende Weltbevölkerung, deren zunehmende Alterung und wachsender Wohlstand, der auch besseren Zugang zu Medikamenten bedeutet, stimmen zuversichtlich. Um tatsächlich profitieren zu können, müsse die Branche aber zunächst innovativer und produktiver werden, meint Dr. Fitzner.

Die nahe Zukunft könnte für die Pharma-Branche durchaus rauh werden: Einerseits steigen die Erwartungen von Patienten, Krankenversicherungen und Anbietern im Gesundheitswesen; neue Therapien müssen nachweisbare medizinische und wirtschaftliche Verbesserungen bringen. Andererseits können Pharma-Unternehmen diese Erwartungen angesichts immer schwächerer wissenschaftlicher Produktivität derzeit nur unzureichend erfüllen.

"Innovativen Entwicklungen und geeigneten Antworten auf die sich rapide ändernden Umfeldbedingungen im Gesundheitssektor steht nicht selten eine inflexible Management-Kultur im Weg", berichtet PwC-Fachmann Dr. Fitzner und merkt an: "Die Branche verlässt sich vielfach noch auf althergebrachte Denkmuster und Strategien, während eine kreative Unternehmenskultur und das Umschalten auf neue Geschäftsmodelle häufig zu langsam voranschreitet."

Wer die bevorstehenden mageren Jahre erfolgreich überstehe, habe jedoch gute Chancen, teilzuhaben am vielversprechenden Marktpotenzial ab 2020, ist Dr. Volker Fitzner überzeugt. Dafür müssten die Unternehmen allerdings die Wertschöpfung aus bestehenden und neuen Präparaten optimieren, neue Geschäftsmodelle für die Wachstumsmärkte entwickeln und ihre wissenschaftliche Produktivität deutlich verbessern.