Steigende Forschungs- und Entwicklungskosten, sinkende Anzahl von new molecular entities (NMEs) und zunehmender Druck durch Generika führen in der Pharmaindustrie zu großem Handlungsbedarf. Ein effektives Produkt- und Portfoliomanagement hilft, Wertpotenziale und Risiken früh zu erkennen und Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Im Zuge des Strukturwandels der Pharmazie schwindet zukünftig die Dominanz der "Blockbuster"-Medizin. "Vielmehr geht der Trend in Richtung einer stärker an den Bedürfnissen einzelner Patienten oder Patientengruppen orientierten Medizin", sagen die Pharmaexperten Georg Teichmann und Oliver Twelsiek von PwC.
Vor diesem Hintergrund wird auch künftig der Erfolg im Bereich der Forschung und Entwicklung (F&E) über Marktgewinner und -verlierer bestimmen. Dabei werden sich jene Unternehmen im Wettbewerb behaupten, denen es gelingt, ihr Portfolio aus F&E-Projekten und am Markt bereits etablierten Produkten aktiv zu steuern. Die Notwendigkeit eines effektiven Produkt- und Portfoliomanagements wird im derzeitigen Marktumfeld besonders deutlich.
Entwicklungskosten pro Arzneimittel steigen, während die F&E-Produktivität sinkt
Die Entwicklungskosten für ein neues Arzneimittel beliefen sich im Jahr 2001 auf durchschnittlich 802 Millionen US-Dollar und stiegen seitdem kontinuierlich. Dabei entfielen mehr als die Hälfte der Ausgaben auf die klinische Entwicklung - insbesondere auf die umfassenden Phase-III-Studien. Trotz steigender F&E-Aufwendungen ist es der pharmazeutischen Industrie bisher nicht gelungen, das Niveau der F&E-Produktivität der 1990er Jahre zu erhalten. So ist seit 1997 ein insgesamt rückläufiger Trend bei den NMEs zu verzeichnen. Zudem konnten lediglich bei einem Drittel der erfolgreich am Markt eingeführten Arzneimittel die Entwicklungskosten durch entsprechende Erlöse gedeckt werden.
Bis zum Jahr 2016 wird eine signifikante Anzahl von Patenten auslaufen. Insgesamt beläuft sich das Umsatzvolumen der hiervon betroffenen Produkte auf rund 140 Milliarden US-Dollar. Allein in den Jahren 2010 und 2011 beträgt das Umsatzvolumen der im Risiko stehenden Produkte jährlich rund 30 Milliarden US-Dollar. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs durch Generika sowie der seit Jahren rückläufigen Anzahl neu eingeführter Produkte sieht sich die pharmazeutische Industrie künftig dem Risiko erheblicher Umsatzrückgänge ausgesetzt. In Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wird dieser Trend durch das regulatorische Umfeld zusätzlich verstärkt.
Vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfelds besteht für die pharmazeutische Industrie ein erheblicher Handlungsbedarf: Eigene Forschungsprojekte, etablierte Produkte, Lizenzierungs- und Akquisitionsmöglichkeiten müssen konsequent mit der Unternehmensstrategie abgeglichen werden, um knappe Unternehmensressourcen optimal einzusetzen. Portfoliomanagement kann demnach nicht mehr als ein Instrument nur zur Entscheidungsunterstützung angesehen werden: Es ist vielmehr in die gesamte Entscheidungsorganisation zu integrieren und bildet den Rahmen für die Implementierung und Entwicklung von Unternehmensstrategien.
Der Ansatz von PwC unterstützt Unternehmen nicht nur bei der erfolgreichen Entwicklung und Implementierung von maßgeschneiderten Portfoliomanagement-Lösungen. Hilfestellungen können sie ebenfalls bei der effizienten Gestaltung des Datenmanagements sowie durch eine neutrale Sparringspartnerfunktion bei ihrer Business-Plan-Entwicklung erwarten.

Im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses begleitet PwC Unternehmen insbesondere im Hinblick auf folgende Themenschwerpunkte:
Ein effektives Produkt- und Portfoliomanagement hilft Unternehmen, Wertpotenziale und Risiken frühzeitig zu erkennen und hierdurch Wettbewerbsvorteile zu sichern.