Konsumenten würden mehr für sichere Lebensmittel zahlen

Die jüngsten Lebensmittelskandale haben tiefe Spuren bei den deutschen Konsumenten hinterlassen, wie eine PwC-Verbraucherumfrage zum Vertrauen in die Lebensmittel und deren Sicherheit zeigt. Die im Dezember 2014 in Kraft tretende EU-Lebensmittel- informationsverordnung ist ein wichtiger Schritt, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Aufpreis für garantierte Sicherheit

Die Lebensmittelskandale der vergangenen Monate zeigen Wirkung: Wie aus der PwC-Umfrage unter 1.000 Verbrauchern zu ihrem Einkaufsverhalten und ihren Erwartungen an sichere Lebensmittel bzw. die Lebensmittelhersteller hervorgeht, haben vier von fünf Konsumenten ihr Einkaufsverhalten geändert.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Durch die Skandale ist bei drei von vier Deutschen das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie gesunken. 36 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Vertrauen in die gesamte Lebensmittelindustrie und nicht nur für einzelne Produkte gesunken ist. Nur 15 Prozent gehen von Einzelfällen aus.
  • Die meisten Verbraucher haben ihr Einkaufsverhalten aufgrund der jüngsten Lebensmittelskandale geändert, 56 Prozent der Konsumenten achten verstärkt auf die Produktherkunft, 35 Prozent verstärkt auf Inhalts- und Zusatzstoffe. Mehr als jeder Fünfte kauft mehr Bio- oder Markenprodukte.
  • Für garantiert sicherere Lebensmittel würde die Mehrheit der Verbraucher einen höheren Preis zahlen. Fast jeder Fünfte akzeptiert sogar eine Verteuerung um mehr als zehn Prozent.
  • Genaue Angaben zu Inhaltsstoffen und Herkunft sind Verbrauchern wichtig. Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist für mehr als jeden zweiten Befragten ein erster Schritt, um Vertrauen zurück zu gewinnen. Dennoch rechnet mehr als jeder dritte Konsument mit weiteren Skandalen.
  • Informationen zu Inhaltsstoffen und gentechnisch veränderten bzw. hergestellten Produkten sind zwei von drei Verbrauchern Verbrauchern sehr wichtig. Darüber hinaus achten jeweils etwa vier von zehn Konsumenten auch besonders auf Angaben zu Herstellungsprozess, -ort und Transportweg und Nährwertangaben.