Kunden kaufen Tablet und Computer am liebsten online

Bei der Unterhaltungselektronik ist der Wettbewerb zwischen Offline- und Online-Handel entschieden. Die Mehrheit der Konsumenten kauft Fernseher, Spielkonsolen oder Tablet-Computer mittlerweile im Internet. Doch hat auch der stationäre Handel eine Zukunft, wenn er sich konsequent an den Kundenwünschen orientiert, wie die PwC-Studie „Modern Retail“ zeigt.

Für die repräsentative Studie befragte PwC 1.000 Konsumenten zu ihren Einkaufsgewohnheiten und –präferenzen in verschiedenen Produktgruppen bzw. beim Online- und Offlineeinkauf allgemein.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Fast 40 Prozent der Befragten haben Unterhaltungselektronik im vergangenen Halbjahr ausschließlich online gekauft, nur knapp 30 Prozent ausschließlich im Ladengeschäft. Sowohl im Internet als auch im Ladengeschäft haben 34 Prozent eingekauft. Damit unterscheidet sich das Segment deutlich vom Bereich Haushaltsgeräte (26 Prozent nur online, 43 Prozent nur offline).
  • Wenn Konsumenten Unterhaltungselektronik im stationären Einzelhandel kaufen, geben sie Einkaufszentren oder Ladengeschäften in der Innenstadt den Vorzug (46 Prozent). Wohnortnahe Einkaufszentren bzw. Geschäfte am Stadtrand suchen bevorzugt 26 Prozent der Konsumenten auf.
  • Beim Einkauf im stationären Handel muss für sieben von zehn Konsumenten das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Wichtig sind zudem die Warenverfügbarkeit und gute Erreichbarkeit des Geschäfts, während die Qualität des Einkaufserlebnisses (Atmosphäre, Ladendesign etc.) nur für jeden dritten Käufer eine Rolle spielt.
  • Die Verknüpfung von Online-Services mit dem stationären Einkauf ist vielen Konsumenten wichtig. Gut 80 Prozent der Befragten finden es sinnvoll, die Warenverfügbarkeit in der Filiale im Internet abfragen zu können. Auch kostenfreie WLAN-Zugänge im Ladengeschäft sind – insbesondere für jüngere – Konsumenten attraktiv, genauso wie moderne Bezahlverfahren wie Warenscanner, Bezahlen mit dem Smartphone oder per PayPal vor Ort.
  • Der stationäre Handel kann mit Zusatzdienstleistungen wie Verpackungs- und Transportservice punkten. Allerdings akzeptiert die große Mehrheit der Befragten für diese Services keinen oder allenfalls einen geringen Preisaufschlag.