Trial-and-Error-Phase ist abgeschlossen

Der Einsatz von Social Media als Kommunikationskanal für Unternehmen im Handel- und Konsumgüterbereich hat die Trial-and-Error-Phase bereits überwunden. Zu diesem Ergebnis kam unter anderem auch die PwC-Studie "Chatten, Posten, Twittern – Kundenbindung im Zeitalter von Social Media". Eine qualitative Umfrage durch das PwC Competence-Center für Handel und Konsumgüter in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen in der Schweiz unterstreicht nun diese Erkenntnisse. Führungskräften, die in der Handels- und Konsumgüterbranche für Social Media verantwortlich sind, beschreiben in den Interviews den Stellenwert des noch junge Kommunikationskanals in ihren Unternehmen.

Für Professor Dr. Marcus Schögel, Leiter des Instituts für Marketing (IFM) der Universität St. Gallen, der zusammen mit PwC die Umfrage initiierte, standen vor allem die Fragen im Mittelpunkt, welche Bedeutung Social Media in den Unternehmen inzwischen erlangt hat und wie Unternehmen den Kommunikationskanal bestmöglich einsetzen können. Marcus Schlögel, der die Unternehmen zum Umdenken auffordert, sagt: "Erst wenn Unternehmen alle Mitarbeiter mit einbeziehen, können sie das Potenzial des interaktiven Marketing in Form einer integrierten Kommunikation vollständig ausnutzen." Gerd Bovensiepen, Partner und Leiter Competence Center Retail & Consumer gibt allerdings zu bedenken: "Bereits heute wird dem eigentlichen "Zwerg" im Marketing-Mix eine hohe Wichtigkeit eingeräumt. Doch im Erfolg liegt vielleicht auch die Krux – denn über ein wichtiges Kommunikationsinstrument hinaus traut die Branche anderen Einsatzmöglichkeiten von Social Media wie zum Beispiel im Vertrieb oder in der Produktentwicklung noch nicht. Der zukünftige Weg ist also noch ungewiss." Die Ergebnisse der qualitativen Studie wurden anlässlich des Deutschen Handelskongress 2011 in Berlin vorgestellt:

Dem Vertrieb messen vor allem die Händler für die Zukunft eine hohe Bedeutung bei. Gleichzeitig äußern sie jedoch auch Vorbehalte, ihre geschäftskritischen Daten und Prozesse über externe Plattformen wie Facebook, Twitter & Co. laufen zu lassen, die sie nicht kontrollieren können.

Social Media ist im Handel wichtig, aber die klassischen Massenmedien wie Print, TV oder die Unternehmenswebsite überwiegen in der Bedeutung.

Im Branchenvergleich sind der Handel und die Konsumgüterindustrie, was den Einsatz von Social Media angeht, klare Nachzügler.

Die Verantwortung für Social Media Aktivitäten liegt zumeist bei der Kommunikationsabteilung.

Im Social Media Management können vier Grundtypen unterschieden werden.

Die regelmäßigen Tätigkeiten im Social Web, wie das managen von Inhalten oder der Dialog mit den Usern, nehmen am meisten Zeit in Anspruch. Der Aufwand für die Konzeption und Umsetzung dagegen hält sich im Kommunikationsalltag in Grenzen.