Sozialkriterien als Standard für Dienstleister?

13 Mai, 2014

Die Einhaltung von Sozialstandards für Unternehmen und deren Dienstleister gewinnt in den letzten Jahren stetig an Bedeutung. Neben der Wirtschaftlichkeit und Effizienzsteigerung, rückt die Einhaltung von Sozialstandards als Erfolgskriterium mehr und mehr in das Blickfeld der Unternehmen und der Öffentlichkeit. Medien und Nichtregierungsorganisationen thematisieren immer wieder neue Vorfälle von kritischen, zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen durch Subunternehmen, die in öffentliche Kritik geraten. Imageschäden, die wirtschaftlich negative Auswirkungen haben, sind das Ergebnis einer im Vorfeld zu gering eingestuften Bedeutung der Einhaltung von Sozialstandards, bei der Gestaltung von Verträgen mit Dienstleistern.

Der zunehmende Trend der Auslagerung von Teilbereichen und -prozessen führt dazu, dass immer mehr Unternehmen Tätigkeiten an externe Dienstleister auslagern. Nicht selten setzten sich Unternehmen mit der Auslagerung dem Verdacht aus, Herausforderungen und Verantwortungen von kritischen Arbeitsbedingungen auf Dritte abzuwälzen. Unklare und lückenhafte Vertragskonstellationen können dabei häufig Raum für Interpretationen und Spekulationen schaffen, die es zu verhindern gilt.

"Zunächst wirkte alles vertragskonform doch in den Interviews wurde schnell deutlich, dass Mindeststundenlöhne zwar gezahlt wurden, jedoch jegliches Arbeitsmaterial zu überhöhten Preisen zwingend beim Arbeitgeber zu kaufen war".

Die unternehmenskritischen Meldungen reichen von der Ausbeutung ausländischer Arbeiter in der Fleischindustrie, über zu niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen in der Baubranche bzw. im Einzelhandel, bis hin zur Diskriminierung von Leiharbeitern durch beauftragte Dienstleister. Dabei erstreckt sich die Bedeutung und Einhaltung von Sozialstandards über sämtliche Industriezweige hinweg und verdeutlicht den Stellenwert einer unabhängigen und profunden Situationsbewertung, etwa im Rahmen einer Überprüfung der Dienstleister.

PwC unterstützt seine Mandanten durch eine unabhängige Analyse und gibt auf deren Basis, Hinweise auf mögliche Risiken und nicht vertragskonformes Verhalten. Unser Ziel dabei ist, konkrete Schwachstellen in Bezug auf praktizierte Standards der Dienstleister zu identifizieren, vertragliche und gesetzliche Diskrepanzen aufzudecken und gezielte Handlungsempfehlungen zu Einzelrisiken aufzuzeigen, um mögliche Änderungen bzw. Anpassungen in der Vertragsbeziehung mit dem Dienstleister einleiten zu können.

"Klar ist mein Gehalt vertragskonform, aber für beschädigte Ware muss ich selber aufkommen, unabhängig davon, ob ich sie bereits schadhaft erhalten habe. Und das kommt regelmäßig vor".

Aussage eines Mitarbeiters eines Dienstleistungs-unternehmens

Dazu sind sowohl regulatives Know-how und Personalexpertise als auch Erfahrung im Umgang mit den einschlägigen Sozialstandards, wie Arbeitszeiten, Löhne, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit erforderlich. Um einen vollständigen Überblick über die Einhaltung von Sozialkriterien zu ermöglichen und etwaige Missachtungen aufzudecken, verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Sichtung der vertraglichen Regelungen als auch die Untersuchung vor Ort, bei den Dienstleistern, beinhaltet. Das bedeutet, dass wir durch Einsichtnahme in alle kollektiven Unterlagen, die rechtlichen und sozialen Vereinbarungen analysieren und parallel dazu, betriebsinterne Systeme und Abläufe näher beleuchten, was mithilfe von Interviews mit der Geschäftsführung oder stichprobenartigen Mitarbeiterbefragungen realisiert werden kann. Aus diesem Grund ist eine nahe und intensive Zusammenarbeit mit den Prozessverantwortlichen unabdingbar.

So bekommen Sie als unser Mandant Sicherheit darüber, wie Vertragsinhalte tatsächlich umgesetzt werden und wie mit gesetzlichen Rahmenbedingungen oder einschlägigen Sozialstandards bei Ihrem Dienstleister umgegangen wird. Bestehende Risiken können so frühzeitig reduziert und zukünftige Anforderungen und Vorgaben gezielter und präziser formuliert werden.

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