REACH - Chancen erkennen und Hürden erfolgreich nehmen

Zum ersten Mal betrifft eine Chemikalienverordnung nicht nur die Industrie, die chemische Produkte herstellt und in Verkehr bringt, sondern alle Unternehmen, die chemische Substanzen oder Zubereitungen verwenden. Das ist eine gänzlich neue Dimension für ein Gesetz zum Schutz von Mensch und Umwelt.

Im Dezember 2006 haben der Rat und das Parlament der Europäischen Union die Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) verabschiedet. Am 1. Juni 2007 ist REACH in Kraft getreten. Damit begann eine Vorregistrierungspflicht für circa 30.000 Substanzen und deren Anwendungen. Nach dem Ende der Vorregistrierungsphase am 1. Dezember 2008 hat mit der Bildung des SIEF (Forum zum Austausch von Stoffinformationen) und von Konsortien die eigentliche Registrierungsphase begonnen.

REACH ist ein komplexes Regelwerk mit großen Auswirkungen

In der bisherigen Debatte über REACH standen die Komplexität der Gesetzgebung und vor allem die Registrierungs- und Folgekosten im Mittelpunkt der Diskussionen. Fragen zum Einfluss der Verordnung beispielsweise auf geschäftspolitische Entscheidungen, Verrechnungspreissysteme, die IT-Landschaft, M&A-Aktivitäten sowie rechtliche Auswirkungen, wurden weniger umfangreich erörtert.

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Eine intensive Auseinandersetzung mit der REACH-Verordnung bietet die Möglichkeit, die neuen Herausforderungen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Dabei sind alle von der Verordnung betroffenen Bereiche zu identifizieren und an die Anforderungen von REACH rechtzeitig anzupassen.

Von REACH sind alle wichtigen Unternehmensbereiche nachhaltig und in unterschiedlicher Ausprägung betroffen. Die Chemikalienverordnung kann daher nicht als einmaliger Kostenaufwand abgehakt werden. Um dem umfassenden Einfluss von REACH auf das Unternehmen gerecht zu werden, müssen vielmehr alle wesentlichen Prozesse und deren Interdependenzen beleuchtet werden.

So bildet REACH zum Beispiel einen neuen Meilenstein im Compliance-System und in den Corporate-Governance-Leitlinien. Und damit das IT-System für die Implementierung die adäquate Unterstützung liefern kann, muss es entsprechend REACH-konform gemacht werden.

Der "RE(A)CHeck your Portfolio"-Ansatz von PwC stellt sicher, dass nicht nur die unmittelbar betroffenen Bereiche des Unternehmens auf die nötigen Umstellungen vorbereitet werden, sondern auch die langfristigen Chancen und Konsequenzen von REACH erkannt werden.