PwC unterstützt Kraftwerksbauer beim Aufbau einer Tochtergesellschaft in Südafrika

Die Globalisierung verschärft den Wettbewerb auf den Märkten weltweit. Die Verlagerung von Geschäftsaktivitäten ins Ausland ist ein Weg, um dem steigenden Druck zu begegnen und neue Märkte zu erschließen. Der Gang ins Ausland ist für Unternehmen allerdings nicht ohne Risiko. PwC hat den Kraftwerksbauer Hitachi Power Europe (HPE) beim Aufbau einer Auslandsgesellschaft in Südafrika begleitet. Nach etwa neun Monaten konnte die neu gegründete Tochtergesellschaft ihre operative Arbeit aufnehmen.

Ausgangslage

Die Hitachi Power Europe GmbH, kurz HPE, ist einer der führenden Anbieter für Planung, Bau und Inbetriebnahme hocheffizienter Steinkohle- und Braunkohleanlagen. Ende 2007 erhielt das Unternehmen mit Sitz in Duisburg den Auftrag, zwei Kohlekraftwerke in Südafrika zu bauen. Um das Projekt mit einem Volumen von vier Milliarden Euro erfolgreich umsetzen zu können, musste HPE eine operativ tätige Tochtergesellschaft aufbauen, die Hitachi Power Africa (HPA).

Innerhalb eines halben Jahres mussten die Organisation und die Prozesse geplant und implementiert werden. Wichtiger Bestandteil der Planung war, die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts (SOX) zu berücksichtigen. Gleichzeitig musste HPE den steuerlichen und personalrechtlichen Anforderungen beider Länder gerecht werden. Zu beachten waren beispielsweise die regulatorischen Auflagen vor Ort: Ein Mindestmaß an lokaler Wertschöpfung muss durch speziell zertifizierte Lieferanten erfolgen. Nicht zuletzt waren gute Kenntnisse des südafrikanischen Marktes und der Besonderheiten am Kap gefragt: Dazu gehört beispielsweise das Black-Economic-Empowerment-Programm, mit dem Südafrika benachteiligte Minderheitsgruppen stärkt.

Vorgehensweise

Der Aufbau der operativ tätigen Gesellschaft HPA wurde von PwC Deutschland und der HPE gemeinsam geleitet. Südafrikanische PwC- und HPA-Kollegen unterstützten das Projektteam. Gemeinsam erarbeitete die Projektgruppe die notwendigen funktionalen Bestandteile der Organisation und definierte die Prozesse sowie Rollen und Verantwortlichkeiten. Das PwC-Team leistete Unterstützung bei der Durchführung von Trainings, der Implementierung der Prozesse und der steuerlichen Optimierung.

PwC stellte alle benötigten Kompetenzen aus einer Hand bereit und begleitete den Kraftwerksbauer bei allen Prozessschritten. Dazu gehörten folgende Bereiche:

  • Beschaffung: Auswahl und Überwachung der Lieferanten
  • Organisation: Entwicklung des Organisationsmodells sowie der Strukturen und Prozesse
  • Netzwerk: Koordination mit den europäischen Aktivitäten, Zusammenarbeit mit den regionalen Lieferanten und Behörden
  • Qualität: Definition und Aufbau eines Qualitätsmanagements
  • Human Resources: Personalplanung unter Berücksichtigung von Länderrisiken und Fachkräftemangel
  • Steuern und Recht: Steuerliche Optimierung der Aktivitäten und Anpassung der Prozesse an internationale Vorgaben wie SOX

Ergebnis

Bereits im September 2008 nahm die südafrikanische Tochtergesellschaft HPA ihre operative Arbeit auf, um die anstehenden Großprojekte abwickeln zu können. In Teilen ging die Organisation bereits parallel zum Projektfortschritt live. Bis Ende 2008 unterstützt das PwC-Team das Projektmanagement bei der stufenweisen Einführung verschiedener SAP-Systeme.

"Für den Erfolg des Projekts waren aus meiner Sicht mehrere Faktoren entscheidend", zieht Martin Bork, PwC-Partner und Leiter des Projekts auf PwC-Seite ein Fazit zum erfolgreichen Projekt. "Zum einen hat sich unser ganzheitlicher Ansatz nach der Methodik der Greenfield Investment Services ausgezahlt. Zum anderen war die übergreifende Teamaufstellung mit Vertretern von PwC Deutschland und Südafrika sowie Mitarbeitern von HPE und HPA entscheidend. Und nicht zuletzt traf der Kunde die notwendigen Entscheidungen immer sehr schnell, sodass das Projekt stets zügig weitergeführt werden konnte."

Auch das HPE-Team ist zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir arbeiten seit mehreren Jahren in verschiedenen Projekten mit PwC zusammen. Sowohl bei strategischen Fragestellungen als auch bei der Weiterentwicklung unserer Organisation schätzen wir die pragmatische und ergebnisorientierte Arbeitsweise der PwC-Teams. Ihre sehr gute Branchenkenntnis, die hohe Akzeptanz im Top-Management unseres Hauses und ein hervorragendes Key Account Management seitens PwC sorgen für sichere Umsetzungserfolge", so Martin Michler von HPE.