Den Gang ins Ausland haben schon viele gewagt. Und viele mit Erfolg. Diese Erfahrung können Sie nutzen. Denn sicher haben auch Sie schon darüber nachgedacht, wie die internationalen Märkte Ihre Gewinne beflügeln könnten? Worauf es ankommt, wenn aus Ihrer Idee ein Gang ins Ausland werden soll, lesen Sie hier.
Woran orientieren sich Unternehmen vor einem Auslandsinvestment? Sie planen und entscheiden, welche neuen Märkte sie erschließen wollen. Das Ziel: die eigene Marktpositionierung zu verbessern und attraktive Geschäftsfelder zu besetzen. "Wer eine Auslandsgesellschaften erfolgreich aufbauen will, muss wissen: Das erfordert Kompetenzen und Ressourcen. Und es bindet Kapazitäten langfristig. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Hat ein Unternehmen mit einer gut durchdachten Internationalisierungsstrategie diese Risiken im Griff, profitiert es von einem spürbaren Wettbewerbsvorteil und kann auf internationalen Märkten erfolgreich agieren", so PwC-Experte Martin Bork über die Vorteile einer erfolgreichen Strategie für den Gang ins Ausland.
Die Internationalisierungsstrategie sollten Unternehmen auf Basis ihrer Unternehmensvision entwickeln. Nur so lässt sich entscheiden, in welchen Märkten und Zielregionen sie sich zukünftig engagieren wollen. Die Internationalisierungsstrategie gibt damit das Grundgerüst für den langfristigen Aufbau des internationalen Unternehmensverbunds und die Rolle der Auslandsgesellschaften vor. Dadurch bestimmen sich auch die lokale Strategie und der operative Rahmen, die verschiedenen Entwicklungsstufen und die erforderlichen Kapazitäten und Ressourcen für den Geschäftsbetrieb.
"Die Internationalisierungsstrategie muss umfassend, klar definiert und langfristig ausgelegt sein. Denn nur so lässt sich gewährleisten, dass alle Erfolgsfaktoren und Risiken im Auslandsprojekt berücksichtigt und die richtigen Entscheidungen getroffen werden", rät Martin Bork.
Die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten sind immer schwerer vorherzusehen. Unternehmen sind deshalb gut beraten, ihre Strategien und Ziele nicht kurzfristig an statischen Rahmenbedingungen auszurichten. "Vielmehr sollten sie eine schlüssige, konsequente und langfristige Eintritts- und Wachstumsstrategie für das Zielland entwickeln, die auch Erfolg verspricht, wenn sich die globalen und lokalen Rahmenbedingungen wandeln", so Bork.
Dazu kann unter Umständen auch eine Strategie der kleinen Schritte zählen, bei der zunächst nur kleine Außenposten gegründet werden, um sich mit dem Auslandsmarkt vertraut zu machen. So werden im ersten Schritt nur Informationen gesammelt und finanzielle Investitionen und Risiken minimal gehalten.
Unabhängig von der verfolgten Strategie und dem Umfang des Auslandsengagements helfen klare Zielvorgaben und realistische Messgrößen, um die Aktivitäten der Auslandsgesellschaft genau zu steuern und somit die erforderliche Transparenz zu schaffen, um den Erfolg des Markteintritts kurz- und mittelfristig messen zu können.