Die Börse London war der führende Handelsplatz für Initial Public Offerings (IPOs) in Europa im zweiten Quartal 2011. Sie vereinte mit rund 10,7 Milliarden Euro fast 80 Prozent der Einnahmen auf sich, die Börsenneulinge in Europa bei ihren Börsendebüts insgesamt erzielten. Der Handelsplatz Frankfurt, Europas Nummer zwei, verzeichnete sechs IPOs mit einem Volumen von insgesamt 959 Millionen Euro. PwC-Experte Christoph Gruss sieht in Deutschland weiter erhebliches IPO-Potenzial. Unsicherheit, auch durch die Situation in Griechenland, verhindere jedoch, dass das Potenzial voll ausgenutzt wird.
"Unsere Gesamtjahresprognose von 20 IPOs in Deutschland für 2011 bleibt möglich", gibt sich Christoph Gruss, Partner in der Capital Markets Group von PwC, optimistisch. Seit Jahresbeginn zählte man in Frankfurt zehn IPOs. Und der Trend zeigt - trotz widriger Rahmenbedingungen - deutlich nach oben: Europaweit zählte man mit 134 IPOs rund ein Viertel mehr Börsendebüts als im gleichen Vorjahreszeitraum und auch knapp ein Viertel mehr als noch im ersten Quartal 2011. Insgesamt erlösten die Börsenneulinge europaweit stolze 48 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
"Wegen der Finanzkrise und schwacher Konjunktursignale haben viele Börsenaspiranten ihre IPOs im ersten Halbjahr 2011 noch aufgeschoben", sagt PwC-Experte Christoph Gruss - es sind also noch Börsenkandidaten in den Startlöchern.
Im weltweiten Vergleich stehen Europas Börsen gut da: Während auf dem alten Kontinent die Bilanz zur Jahresmitte positiv ausfällt, fiel das Emissionsvolumen an den US-Börsen und an den Handelsplätzen in China hinter den Wert des ersten Halbjahres 2010 zurück. Das größte Emissionsvolumen weltweit verzeichnet mit einem Emissionsvolumen von 29,25 Milliarden Euro dennoch der chinesische Aktienmarkt mit den Handelsplätzen in Hongkong, Shanghai und Shenzhen.
IPO Watch Europe Survey
Q2 2011
PwC
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Juli 2011
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