Unsicheres Umfeld bremst Börsen-Euphorie in Europa

Die Aussichten für Börsengänge an Europas Aktienmärkten sind offenbar noch immer nicht allzu verlockend für Emittenten: "Es bestehen noch Zweifel an der konjunkturellen Erholung", sagt Christoph Gruss, Partner in der Capital Markets Group von PwC. Die Zurückhaltung drückt die Aktienpreise und damit die Erlöse, die Emittenten sich von einem Initial Public Offering (IPO) erhoffen können: "Deshalb waren im dritten Quartal 2010 in Europa auch kaum große Deals zu verbuchen," meint Gruss.

Der zweitgrößte IPO im dritten Quartal fand allerdings an der Deutschen Börse statt. Die Ströer Out-of-Home Media AG erlöste 358 Millionen Euro.

Insgesamt haben Emittenten bei IPOs an Europas Börsen von Juli bis September 2010 nur noch knapp unter 2,5 Milliarden Euro erlöst, zeigt der IPO-Watch Q3 2010 von PwC. Das ist weniger als ein Drittel der rund 9 Milliarden, die IPOs noch im zweiten Quartal 2010 eingespielt hatten.

Aufhellung erst zum Jahresbeginn 2011 erwartet

"Das kommende Quartal sehen wir eher nüchtern", sagt PwC-Experte Gruss. Bislang seien für Oktober bis Dezember 2010 keine größeren IPO-Aktivitäten zu erwarten. Deutlich optimistischer blicken Gruss und seine Kollegen jedoch auf das erste Quartal 2011: Es fehle schließlich nicht an Kauf-Interessierten, aber die großen Schwankungen an den Kapitalmärkten und die mageren Ergebnisse bei einigen der jüngsten IPOs dämpfen nach Meinung der PwC-Experten die Euphorie der Börsenaspiranten.

Bibliographische Daten

IPO Watch Europe
Q3 2010

Herausgeber

PricewaterhouseCoopers

Bibliographie/Quelle

PDF-Dokument
Oktober 2010
13 S.
DIN A4
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Preis

kostenlos