Deutschlands Mittelständler und Familienunternehmer sind weltweit aktiv, in der Rechnungslegung bleiben sie aber oft national. Zu maßgeblich ist die HGB-Bilanz für Unternehmen in Deutschland bei der Ermittlung der Gewinne für Ausschüttungen und für das Finanzamt, zu abschreckend die Bilanzierung nach den komplexen International Financial Reporting Standards (IFRS). Erleichterung bieten die IFRS for SMEs, das Regelwerk wurde eigens für kleine und mittelständische Unternehmen verschlankt. PwC stellt in einem Leitfaden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen IFRS, IFRS for SMEs und HGB vor.
Der PwC-Leitfaden "Bilanzieren nach IFRS, IFRS for SMEs und HGB" stellt übersichtlich wesentliche Inhalte der drei Rechnungslegungssysteme gegenüber. Denn auch wer einen Konzernabschluss nach den IFRS erstellt, muss für Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften auf die HGB-Bilanzierung zurückgreifen. Schließlich bleibt für Unternehmen in Deutschland der HGB-Abschluss die Grundlage für die Bemessung der Gewinnausschüttung und die steuerliche Gewinnermittlung.
| IFRS | IFRS for SMEs | HGB | |
|---|---|---|---|
| Gliederung der Vorschriften | nach zeitlicher Reihenfolge | nach inhaltlicher/sachlogischer Reihenfolge | vom Allgemeinen (Regelungen für Kaufleute) zum Besonderen (Regelungen für Kapitalgesellschaften und Branchen) |
| Umfang | ca. 3.000 Seiten | ca. 230 Seiten | ca. 80 Seiten |
| Anzahl maximal notwendiger Anhangangaben | ca. 3.000 | ca. 300 | ca. 270 für kapitalmarktorientierte Unternehmen bis zu 250 für kleine und mittelständische Unternehmen |
Herangezogen haben die PwC-Experten für den Vergleich die IFRS for SMEs vom 9. Juli 2009, das HGB in der Fassung vom 25. Mai 2009 und die von der EU bis einschließlich Dezember 2010 übernommenen IFRS.
Bilanzieren nach IFRS, IFRS for SMEs und HGB
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
Dr. Gerd Fey,
Guido Fladt,
Dr. Sebastian Heintges,
Prof. Dr. Matthias Schellhorn,
Dr. Thomas Ull
PwC, Frankfurt am Main
März 2011
24 S.
kostenlos