Euro-Krise: Auswirkungen auf deutsche Unternehmen

Die Finanzkrise in den sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) führt bei fast jedem dritten deutschen Unternehmen zu Umsatzeinbußen und anderen wirtschaftlichen Belastungen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die TNS im Auftrag von PwC im März/April 2010 unter 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Unternehmen durchgeführt hat.

Deutlich brisanter ist die Situation bei den Unternehmen, die in einem dieser fünf europäischen Länder mit Joint Ventures, Tochterunternehmen, Niederlassungen oder anderen Investitionsformen engagiert sind:

  • Jedes zweite Unternehmen rechnet mit Umsatzeinbußen in Folge der Krise.
  • 25 Prozent der Unternehmen denken wesentlich stärker über eine Standortverlagerung außerhalb des Euroraumes nach.
  • 18 Prozent ziehen eine Standortverlagerung innerhalb des Euroraumes in Betracht.
  • Nahezu jedes vierte Unternehmen fürchtet einen krisenbedingten Arbeitsplatzabbau.
  • 22 Prozent befürchten Währungsrisiken für das Unternehmen.

Die Fähigkeit, aus eigener Kraft wieder aus der Krise zu kommen, besitzt nach Auffassung der deutschen Entscheider vor allem Spanien. Auch für Italien und Irland geben die Befragten eine gute Zukunftsprognose. An Portugal und Griechenland hingegen glaubt kaum einer der Entscheider.

Bibliographische Daten

Euro-Krise: Auswirkungen auf deutsche Unternehmen
Umfrage unter 500 deutschen Unternehmen

Autoren

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann

Herausgeber

PwC, Frankfurt am Main

Bibliographie/Quelle

April 2010
30 S.