PwC-Studie: Markt für Multi-Family Offices wächst schnell

PwC-Studie: Markt für Multi-Family Offices wächst schnell

Multi-Family-Offices gewinnen in Deutschland stark an Bedeutung. Viele vermögende Anleger wenden sich von Banken und Vermögensverwaltern ab, deren Performance während der Finanzkrise oft enttäuschte. Sie legen Wert auf eine individuelle und umfassende Betreuung. Die PwC-Studie „Multi-Family Offices“ nimmt den noch jungen Sektor unter die Lupe.

Geldanlage ist Vertrauenssache. Das gilt gerade auch für vermögende Familien. Immer häufiger vertrauen sie ihr Geld einem Multi-Family Office an. Dabei handelt es sich um eine bankenunabhängige Organisation, die sich um finanzielle und nicht finanzielle Aspekte des Vermögens von mehreren Familien kümmert. Zur klassischen Zielgruppe gehören Familien oder Privatpersonen mit einem Vermögen von mehr als zehn Millionen Euro.

Unterschiedliche Modelle für Vergütung

Gut die Hälfte der Multi-Family Offices hat in der Regel mehr als vier Inhaber oder Gesellschafter, wie die PwC-Studie zeigt. Knapp ein Fünftel gehört sowohl privaten als auch institutionellen Gesellschaftern. Das restliche Drittel ist in der Hand von Banken. Die Mindestanlagesumme liegt bei der Hälfte der Multi-Family Offices zwischen zehn und 30 Millionen Euro. Bei einem Anbieter liegt die Schwelle bei 35 Millionen Euro, bei einem weiteren sogar bei 50 Millionen Euro. Fast jedes zweite Multi-Family Offices kümmert sich um mehr als 20 Familien. Sie verwalten dabei oft neben dem Vermögen des Firmengründers auch das der nachfolgenden Generationen. In fast 80 Prozent der Fälle werden durchschnittlich zwei bis drei Familienmitglieder in finanziellen Angelegenheiten betreut. Die Vergütung fällt unterschiedlich aus: 30 Prozent legen einen Prozentsatz des Vermögens zugrunde, weitere 30 Prozent nehmen Basispunkte als Bemessungsgrundlage für ihr Honorar, während der Rest mit Pauschalen arbeitet.

Multi-Family Offices übernehmen vielfältige Aufgaben

Multi-Family Offices kümmern sich um unterschiedliche Bedürfnisse ihrer Kunden: Sie verwalten das Vermögen, bieten eine umfassende Finanzplanung, übernehmen das Portfoliomanagement und betreuen direkte Unternehmensbeteiligungen. Auch das Risiko- und Cash-Management einschließlich Begleichung von Rechnungen, Steuer- und Rechtsberatung sowie die Beratung in familiären Angelegenheiten zählen zu ihren Leistungen. Sie beraten die Familien auch in Bezug auf Governance, Stiftungsmanagement, der Vermögensübergabe und nehmen bei Bedarf auch die Ausbildung des Nachwuchses in die Hand. Schwerpunkt liegt bei der Auswahl der Anlageklassen. Der Schwerpunkt liegt bei über 60 Prozent der Multi-Family Offices in der Asset Allocation. Dabei gewichten sie die Anlageklassen und überlassen dann das Management meist ausgewählten Spezialisten. Mit großem Abstand folgen die Vermögensberatung und die Performancekontrolle. Meist haben Multi-Family Offices fachliche Schwerpunkte. Andere Dienstleistungen decken sie aus einem nachhaltigen Netzwerk von externen Experten und Spezialisten ab.

Integrativer Ansatz bietet hohen Mehrwert

Die Zeichen stehen auf Wachstum. Rund 90 Prozent der befragten Multi-Family Offices rechnet mit einer steigenden Nachfrage und einem wachsenden Geschäft in den nächsten zwölf Monaten. 71 Prozent der Multi-Family Offices wollen ihre Mitarbeiterzahl in Zukunft erhöhen. Für ein steigendes Interesse an Multi-Family Offices spricht auch ihr integrativer Investmentansatz. Bislang arbeiten Experten für die Steuern, für Rechtsfragen, Vermögensverwalter, Fondsmanager oder Beteiligungsspezialisten unabhängig voneinander. „Mit einer engen Verzahnung können Multi-Family Offices die Effizienz steigern und einen deutlichen Mehrwert für ihre Kunden bieten“, sagt Lothar Siemers.

Bibliographische Daten

Multi-Family Offices im Aufwind

Herausgeber

PricewaterhouseCoopers

Bibliographie/Quelle

Juni 2012
32 S.
19 Abbildungen
ISBN 3-934803-60-1

Preis

98 Euro (inklusive MwSt)
kostenlose Lieferung

 

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