PwC-Studie zu Innovationskraft und -barrieren von Familienunternehmen

Um ihre Position als Marktführer an der Weltspitze zu halten, sind Deutschlands Familienunternehmen angewiesen auf Innovationen - und damit auf gut ausgebildete Fachkräfte, die innovative Ideen vorantreiben können. Doch Fachkräfte werden knapper. In der Studie "Innovationskraft ohne Fachkräfte" untersuchen PwC-Experten, wie mittelständisch geprägte Familienunternehmen den Fachkräftemangel und andere Innovationsbarrieren überwinden können.

Finanzielle Faktoren nannten die befragten Familienunternehmen in der Umfrage unter 200 Unternehmern und 100 Studierenden technologieorientierter Studiengänge für die Studie "Innovationskraft ohne Fachkräfte" als größte Innovationsbarrieren. Hohe Kosten für Forschung und Entwicklung, das hierdurch hohe wirtschaftliche Risiko von Innovationen und fehlende finanzielle Mittel, mit denen sich Innovationen realisieren ließen, lassen mittelständische Unternehmen zurückschrecken.

 
 

"Trotz zahlreicher Förderprogramme dürfte sich die Lage an der Finanzfront kaum entspannen", lautet die wenig optimistische Prognose von Dr. Peter Bartels, Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC. Denn Finanzkrise und neue Regeln wie Basel III zwängen Banken in den nächsten Jahren zu eher rigiderer Kreditvergabe. Kapital für Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten dürfte also schwer aufzutreiben sein.

"Erstaunlich wenige Familienunternehmen - nur knapp die Hälfte der Befragten – gab bei unserer Umfrage an, Forschung und Entwicklung, F&E, in Kooperationen zu betreiben", berichtet Dr. Peter Bartels. Dabei gelten so genannte "F&E-Kooperationen" als probates Mittel, die Risiken zu reduzieren, die Innovationen vielfach im Wege stehen.

Gute Chancen im Talentwettkampf

Im Kampf um die besten Köpfe sieht Dr. Peter Bartels Familienunternehmen gut aufgestellt: "Unsere Befragung von Studierenden technologieorientierter Studiengänge zeigt deutlich: Die künftigen Absolventen schätzen die Qualitäten, die Familienunternehmen zu bieten haben." Fast drei von vier befragten Studierenden fanden Familienunternehmen als künftige Arbeitgeber überdurchschnittlich attraktiv. Ausschlaggebend, berichtet Dr. Peter Bartels, seien insbesondere ein angenehmes Betriebsklima und interessante Arbeitsinhalte: "Hier können Familienunternehmen - noch viel stärker als es bislang vielfach der Fall ist – ihre Stärken herausstellen, um innovative Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten."

Bibliographische Daten

Innovationskraft ohne Fachkräfte
Wie können Familienunternehmen gegensteuern?

Autoren

Dr. Peter Bartels,
Sebastian Holtze,
Dr. Christina Müller,
Andreas Gorholt,
Swen Henke,
Dr. Thomas Ull

Herausgeber

PwC, Frankfurt am Main

Bibliographie/Quelle

Januar 2012
44 S.
24 Abb.
1 Tab.

Preis

kostenlos