Auch wenn die wirtschaftliche Dynamik nachlässt, steigt das Interesse der Unternehmen am Thema Klimawandel. Besonders deutsche Konzerne nehmen im weltweiten Vergleich eine führende Position ein, wie der CDP Global 500 Climate Change Report 500 aufzeigt. PwC hat den Bericht im Auftrag der Initiative Carbon Disclosure Project erstellt. Sie wird weltweit getragen von 655 institutionellen Investoren mit einem Anlagevolumen von 78 Billionen Dollar.
„Auch wenn die wirtschaftliche Aktivität nachlässt, steigt die Bedeutung einer aktiven Klimaschutzpolitik auf Unternehmensebene“, kommentiert Michael Werner, verantwortlicher Partner für Sustainability Services bei PwC Deutschland. Im aktuellen Report des Carbon Disclosure Project gaben 96 Prozent der Unternehmen an, dass sich der Vorstand mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt. Im Vorjahr waren es nur 93 Prozent. Die Unternehmen nehmen das Thema ernst: 78 berücksichtigen den Klimawandel in ihrer Unternehmensstrategie, 2011 war das nur bei 68 Prozent der Fall. Ein Grund für dieses zunehmende Interesse ist die steigende Zahl an Umweltkatastrophen und extremen Wetterlagen.
Zwar haben 82 Prozent der Unternehmen Klimaschutzziele formuliert, allerdings reichen nur 20 Prozent über das Jahr 2020 hinaus. Durchschnittlich wollen sie ab 2020 ihre Emissionen um ein Prozent pro Jahr reduzieren. Das reicht nicht aus, um die Klimaschutzziele der Vereinten Nationen zu realisieren. Auf der Weltklimakonferenz in Durban hat die Staatengemeinschaft beschlossen, den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken. Nach PwC-Berechnungen wären vier Prozent pro Jahr nötig, um dieses Ziel zu erreichen.
Deutsche Unternehmen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Transparenz aus. Mit Bayer, BASF, BMW und der Allianz Group zählen gleich vier deutsche Konzerne zu den zehn führenden Unternehmen weltweit in Sachen Klimaschutz. Deutsche Konzerne sind überdurchschnittlich häufig im Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) vertreten, der die Transparenz der Unternehmen hinsichtlich ihrer Klimaschutzpolitik misst, sowie im Carbon Disclosure Performance Index (CDPI), der nur Unternehmen aufnimmt, die besonders aktiv ihren Ausstoß an Schadstoffemissionen reduzieren.
| Unternehmen | Carbon-Disclosure-Bewertung (max. 100 Punkte) |
Carbon-Performance-Bewertung | |
|---|---|---|---|
| Quelle: CDP Global 500 Climate Change Report | |||
| Bayer | 100 | A | |
| Nestlé | 100 | A | |
| BASF | 99 | A | |
| BMW | 99 | A | |
| Gas Natural SDG | 99 | A | |
| Diageo | 98 | A | |
| Nokia Group | 98 | A | |
| Allianz Group | 97 | A | |
| UBS | 97 | A | |
| Panasonic | 96 | A | |
Business resilience in an uncertain, resource-constrained world
CDP Global 500 Climate Change Report 2012
Carbon Disclosure Project
September 2012
60 S.
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