Nachhaltigkeit in der Lieferkette: Führende Chemieunternehmen entwickeln gemeinsamen Standard

Die Chemie-Konzerne BASF, Bayer, Evonik Industries, Henkel, LANXESS, Solvay und AkzoNobel setzen ein Zeichen und gehen in ihrer Industrie voran: Sie setzen sich für mehr Nachhaltigkeit in ihrer Lieferkette ein. Dabei haben sie erkannt, dass sie gemeinsam mehr erreichen können. Unter dem Titel "Together for Sustainability" haben sich die sieben führenden Chemie-Unternehmen zusammengeschlossen, um die Transparenz und Nachhaltigkeit ihrer Lieferketten zu verbessern.

Mehr Transparenz bei der Auswahl und Qualifizierung von Zulieferern und eine kontinuierliche Verbesserung von Nachhaltigkeitsstandards – das ist das erklärte Ziel der Initiative "Together for Sustainability". Davon versprechen sich die Mitglieder die Chance, Stärken und Schwächen ihrer Supply Chain zu erkennen und deren Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern. Mit gemeinsamen Standards für Nachhaltigkeit in der Lieferkette wollen sie die Qualität in der Zusammenarbeit mit ihren Zulieferern erhöhen und ihrem Anspruch an Nachhaltigkeit in Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gerecht werden.

Um diese Ziele zu erreichen, haben die Beteiligten ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprogramm für Zulieferer entwickelt: Anhand eines Fragebogens werden alle Lieferanten gebeten, Auskunft zu Themen wie Umweltschutz, Arbeitsbedingungen oder Compliance zu geben und dies durch entsprechende Nachweise und Dokumente zu belegen. Nachhaltigkeitsexperten eines unabhängigen Dienstleisters bewerten daraufhin das Nachhaltigkeitsengagement unter Berücksichtigung branchen- und länderspezifischer Risiken. Alternativ oder ergänzend zu diesem Dokumentenaudit besichtigen qualifizierte Auditoren einzelne Zulieferer-Standorte und überprüfen die implementierten Arbeits- und Umweltstandards vor Ort. Die Ergebnisse der Analysen werden dabei über eine gemeinsame Plattform zwischen den Lieferanten und den Mitgliedern der Initiative ausgetauscht. Durch die Bereitstellung der Nachhaltigkeits-Informationen von Lieferanten leistet die Initiative einen wichtigen Beitrag, um faire und sichere Arbeitsbedingungen weltweit zu unterstützen, Umweltstandards einzuhalten und zu verbessern und sich für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.

Im Video stellen Michael Werner, Partner und Leiter Sustainability Services, und die Einkaufsleiter der beteiligten Konzerne die Inhalte und Ziele der Initiative vor.

 

"Die Initiative ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Unternehmen durch Kooperationen viel mehr erreichen können als im Alleingang. Wir hoffen, dass sich noch mehr Unternehmen aus der Chemie-Industrie der Initiative anschließen und dadurch am Ende ein gemeinsamer Standard für die gesamte Branche entsteht", so Michael Werner, Partner und Leiter Sustainability Services bei PwC. Er berät die Unternehmenskooperation von der Ideenphase im Juni 2011 bis heute.