Umweltverbrauch bekommt bei PUMA durch PwC-Unterstützung ein Preisschild

In Euro und Cent kann das Sportlifestyle-Unternehmen PUMA künftig die Umweltkosten ausgewählter Produkte ausweisen. Die Nachhaltigkeits-Experten von PwC und dem Dienstleister Trucost ermittelten für PUMA den Umweltverbrauch je eines konventionell und eines nachhaltig produzierten Schuhs und eines T-Shirts – von der Produktion der Rohstoffe bis zur Entsorgung der abgelegten Lifestyle-Artikel. Und sie belegen den Umweltverbrauch mit konkreten Preisen.

Mit der Berechnung und dem Vergleich des Umweltverbrauchs knüpft PUMA an die ökologische Gewinn- und Verlustrechnung an, die das Unternehmen im Jahr 2010 mit PwC-Unterstützung gestartet hatte. Damals hatte man sich zunächst darauf konzentriert, die Kosten für die Emission von Treibhausgasen und den Wasserverbrauch von Produktion, Verkauf in PUMA-Stores und PUMA-Verwaltung auszuweisen. Nun wurde die Methodik erweitert auf den gesamten Produktlebenszyklus.

"Durch die klaren Preise für den Umweltverbrauch macht die ökologische Gewinn- und Verlustrechnung für das Unternehmen – und für die Verbraucher – in Euro und Cent sichtbar, wo besonders große Risiken drohen und wo sich Verbesserungen besonders lohnen", erklärt Hendrik Fink, Leiter des Bereichs "Sustainability" bei PwC Deutschland.

Die Umweltkosten der beiden untersuchten nachhaltig hergestellten PUMA-Produkte fallen rund 30 Prozent niedriger aus als die der konventionell hergestellten, zeigen die Berechnungen. Eingegangen sind in die Rechnung insbesondere

  • Kohlendioxid-Emissionen
  • Wasserverbrauch
  • Entsorgung von Abfällen
  • Luftverschmutzung
  • Landverbrauch

PUMA betont, die Umweltkosten nur als Vergleichswerte zu erheben und auszuweisen, es besteht kein Zusammenhang mit den Verkaufspreisen in den Läden. Man erwarte von den Kunden auch nicht, dass sie Umweltkosten tragen, heißt es in einem PUMA-Statement, dennoch wolle man ihnen die Kosten aber vor Augen führen. Denn, so erklärt PUMA-Chairman Jochen Zeitz: "Unsere Aufgabe ist es nicht nur, die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt zu reduzieren. Unser Job ist es auch, unsere Kunden in diese Bemühungen einzubeziehen und ihnen – zum Wohle aller – bessere und nachhaltigere Alternativen anzubieten."