Die PwC-Studie "Cities of Opportunity" vergleicht 26 Handels-, Finanz- und Kulturmetropolen rund um den Globus. Die Analyse bewertet die ausgewählten Weltstädte in Bezug auf verschiedene Faktoren: von der Innovations- und Wirtschaftskraft über Verkehr und Gesundheit hin zu Kosten, Lebensqualität und Nachhaltigkeit. Als deutsche Stadt ist erstmals Berlin dabei und löst damit Frankfurt ab, das in den Vorjahren Bestandteil der Studie war. Im Gesamt-Ranking auf Platz 1: New York. Die deutsche Hauptstadt landet im Mittelfeld. In einer der zehn Kategorien - dem Bereich Nachhaltigkeit - schafft es Berlin auf Platz eins.
Für die vierte Ausgabe der Studie "Cities of Opportunity" hat PwC die klassischen Metropolen wie New York, London, Paris und Sydney genauso analysiert wie Weltstädte in Schwellenländern - unter anderem Sao Paolo, Peking, Mexico City und Mumbai. Erstmals wurde ein Gesamt-Ranking erstellt, das die Städte in Bezug auf insgesamt 66 Aspekte untersucht, die zu zehn Kategorien zusammengefasst werden. Die Studie zeigt: Die besten Ergebnissen erzielen die Städte, in denen die Balance zwischen starken materiellen und immateriellen Werten stimmt.
An der Top-Position liegt New York, gefolgt von zwei weiteren nordamerikanischen Städten: Toronto und San Francisco. Auf Platz vier und fünf folgen Stockholm und Sydney. Berlin belegt Platz 13 von 26, als vierte europäische Metropole nach Stockholm, London und Paris. Damit liegt die deutsche Hauptstadt vor Tokio und Madrid.
"Berlin erfindet sich immer wieder neu und nimmt mehr und mehr auch einen zentralen Platz in der Weltwirtschaft ein. Die deutsche Hauptstadt ist nicht nur ein Zentrum für Kreative, Kunst, Politik und Medien, sondern hat auch besondere Stärken in Branchen wie IT, Life Sciences und Dienstleistungen. Darüber hinaus gilt es für Berlin, als Produktionsstandort für zukunftsweisende Produkte - zum Beispiel im Bereich der Energietechnologie und Medizintechnik - eine führende Stellung zu erobern," so die Einschätzung von PwC-Partner Peter Detemple.
In Sachen Nachhaltigkeit - der Kategorie, die mit Blick auf die Zukunft besonders wichtig ist - führt Berlin das Feld an und landet auf Position eins. Gute Noten erhält die Hauptstadt auch im Bereich Gesundheit und Soziales, beim Vergleich der Kosten und in Bezug auf die Lebensqualität. Vergleichsweise schlecht schneidet Berlin im Bereich Verkehr und Infrastruktur ab. Auch bei der Wirtschaftskraft und in der Kategorie Technologie landet sie nur auf Rang 15.
Quelle: Cities of Opportunity
Jede der 26 Städte kann in allen 66 Aspekten mit ausgewählten anderen Städten verglichen werden - von A wie "Air pollution" bis W wie "Working age population".
Hier geht es zum Model your city-ToolDie Studie enthält auch ein Interview mit Klaus Baur, Chef des Transportunternehmens Bombardier, und Günther Krug, Mitglied des Abgeordnetenhauses in Berlin. Sie sprechen über das Thema Infrastruktur und die Zukunft der Züge. Als Kenner der deutschen Hauptstadt erklären sie außerdem, wieso Berlin in der letzten Dekade so erfolgreich war.
Hier geht es zum Interview.Die Studie bietet außerdem ein Gespräch mit René Gurka, dem Geschäftsführer von Berlin Partner, die sich um Wirtschaftsförderung und Stadt-Marketing für die Hauptstadt kümmern. Gurka beschreibt Berlin als "the place to be" für Medien, Life Sciences und saubere Industrie und Dienstleistungen. Er sieht die Hauptstadt aber auch als eine Alternative zu London für Investitionen aus dem Ausland. Großes Puls für die Hauptstadt: Sie ist so attraktiv zum Leben, dass sie nicht – wie viele andere Städte - von der Abwanderung der Elite, dem Brain-Drain, betroffen ist.
Das Interview in voller Länge steht hier zur Verfügung.kostenlos