Es muss nicht immer der Master sein

Die akademische Ausbildung in Deutschland muss angesichts des drohenden Fachkräftemangels und knapper finanzieller Ressourcen effizienter gestaltet werden. Notwendig ist insbesondere eine gezielte Förderung berufsqualifizierender Studiengänge und der entsprechenden Abschlüsse. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die PwC gemeinsam mit dem HWWI erarbeitet hat.

„Dem Bachelor haftet zu Unrecht noch immer das Klischee ‚Abschluss zweiter Klasse‘ an. Die meisten Studierenden streben einen Master-Abschluss an, obwohl viele mit dem Bachelor bereits ausreichend für den Arbeitsmarkt qualifiziert sind. Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll und führt bei vielen Master-Absolventen zu einer enttäuschenden, weil unterqualifizierten Beschäftigung“, fasst Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher bei PwC die Kernergebnisse der Studie zusammen. Studierende schätzen den Wert eines Bachelorabschlusses deutlich niedriger ein als die meisten Unternehmen. In Verkennung der wirklichen Arbeitsmarktchancen schließen Bachelor-Absolventen deshalb häufig einen Master-Studiengang an, um ihre vermeintlich schlechteren Berufschancen zu erhöhen.