EU-Strukturfonds
Mehr Wachstum und Beschäftigung für alle Regionen und Städte der Europäischen Union - das ist die Kernbotschaft der EU-Kohäsionspolitik in der laufenden Förderperiode. Zwischen 2007 und 2013 stellt die EU hierzu über 300 Milliarden Euro zur Verfügung. Dadurch sollen regionale Wachstumsprogramme gefördert und Anreize zur Schaffung von Arbeitsplätzen gegeben werden.
Die Europäische Union hat verschiedene Strukturfonds ins Leben gerufen, um finanzielle Hilfen zur Bekämpfung der strukturellen wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu gewähren.
- Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat die Funktion, öffentliche und private Investitionen zum Abbau der regionalen Ungleichgewichte in der Union zu unterstützen. Gefördert werden beispielsweise Programme in den Bereichen regionale Entwicklung, wirtschaftlicher Wandel und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Schwerpunkte der Förderung sind insbesondere Forschung, Innovation und Umweltschutz, wobei auch Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wie der Gewährung von Investitionsbeihilfen und Darlehen eine große Bedeutung zukommt. Eine wichtige Rolle spielen darüber hinaus Infrastrukturinvestitionen, vor allem in den am wenigsten entwickelten Regionen.
- Der Europäische Sozialfonds (ESF) zielt auf eine Verbesserung der Beschäftigungssituation ab. Hierbei konzentriert man sich auf verschiedene Schwerpunkte, so zum Beispiel die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen, die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, die Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für benachteiligte Personengruppen und die Förderung außerbetrieblicher Ausbildung.
- über den Kohäsionsfonds werden Fördermittel in den Bereichen Umwelt und transeuropäische Verkehrsnetze vergeben. Er betrifft Mitgliedstaaten mit einem Bruttoinlandsprodukt von weniger als 90 Prozent des Gemeinschaftsdurchschnitts.
Die Aufstellung der jeweiligen Strukturfondsprogramme erfolgt in Anlehnung an die strategischen Kohäsionsleitlinien der Gemeinschaft. Jeder Mitgliedsstaat erstellt einen nationalen strategischen Rahmenplan und verschiedene regionale Operationelle Programme, die die Rechtsgrundlage für die Förderung darstellen und in denen Prioritäten und Finanzierungspläne für den Einsatz der Fonds festgehalten werden.