PwC-Studie: München ist die wachstumsstärkste Metropolregion in Deutschland

„München ist spitze! Die bayerische Landeshauptstadt erwartet bis 2025 das stärkste Wachstum der deutschen Metropolregionen“, freut sich PwC-Vorstandsmitglied Petra Justenhoven. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „München 2025 – eine Metropolregion und ihre Entwicklungsperspektiven“. PwC hat die Analyse gemeinsam mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erstellt. Die Studie vergleicht die Metropolregionen München, Berlin/Brandenburg, Frankfurt/Rhein-Main, Hamburg, Rhein-Ruhr und Stuttgart.

Was macht München so stark? Und was kann die Metropolregion tun, um ihren Spitzenplatz in Deutschland zu behaupten und international noch attraktiver zu werden? Die Studie „München 2025“ von PwC und dem HWWI gibt Antworten auf diese Fragen.

Hohes Pro-Kopf-Einkommen, niedrige Arbeitslosigkeit: München ist top

Keine andere Region in Deutschland verzeichnete in den vergangenen Jahren größere Bevölkerungszuwächse als München und sein Umland. In keiner anderen Region lag die Arbeitslosenquote niedriger. Und in keiner anderen der sechs deutschen Metropolregionen, die für die Studie unter die Lupe genommen wurden, ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf höher als in München.

Nach der Studie von PwC und dem HWWI wird München diesen Spitzenplatz auch in der Zukunft behaupten können. Die Analyse errechnet verschiedene Entwicklungsszenarien für sechs deutsche Metropolregionen. In allen Szenarien verzeichnet München das stärkste Wachstum der Erwerbstätigkeit unter den sechs untersuchten Metropolregionen.

„Die Zukunft von München liegt in den wissensintensiven Wirtschaftszweigen. Schon heute sind fast 60 Prozent der Industriearbeitsplätze in diesen Branchen angesiedelt, in der Stadt München sind es sogar 77 %. Damit ist München beim Anteil der forschungsintensiven Industrien der Spitzenreiter unter den Metropolregionen. Von einer Steigerung des Bildungsniveaus bei den Arbeitskräften würde München also besonders stark profitieren“, fasst Eckhard Späth, der für den PwC-Standort in München verantwortlich ist, eine wesentliche Erkenntnis der Analyse zusammen.

Verfügbarkeit von Fachkräften ist entscheidend

Inwieweit die Metropolregion München ihre Wachstumspotenziale voll ausschöpfen kann, hängt entscheidend davon ab, ob die Unternehmen in der Region weiterhin auf ausreichend hoch qualifizierte Arbeitskräfte zugreifen können. Das Bildungsniveau der Beschäftigten in München ist mit einem Akademikeranteil von 14 Prozent das höchste unter den deutschen Metropolregionen. Da hoch qualifizierte Arbeitskräfte deutlich mobiler sind als gering qualifizierte, werden Unternehmen und Regionen künftig immer stärker um diese wertvollen Arbeitskräfte konkurrieren müssen.

Besonders in den technischen Berufen, in denen München eine hohe Konzentration aufweist, besteht bereits heute ein Mangel an Fachkräften. München muss also Strategien entwickeln, um Fachkräfte und Hochqualifizierte in der Region zu halten sowie neue qualifizierte Arbeitskräfte aus anderen Regionen in Deutschland oder dem Ausland anzuwerben.

Kinderbetreuung ist ausbaufähig

„München kann sich in der Champions League der Weltstädte behaupten: Die Stadt ist weltberühmt für ihre wirtschaftliche Stärke und die hohe Lebensqualität. Zudem weist die Region eine hohe Internationalität auf“, fasst Eckhard Späth zusammen. Das sind gute Voraussetzungen, um hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt anzulocken. Allerdings stellen diese Fachleute auch hohe Ansprüche: Sie suchen Entfaltungsmöglichkeiten in einem dynamischen und kreativen Umfeld, für ihre Familien adäquate Betreuungsangebote und für ihre Kinder beste Schulen und Universitäten.

Und an diesem Punkt kann München noch besser werden „Zusammen mit Hamburg ist München Schlusslicht bei der Betreuung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Kinderbetreuung wird also genau in dem Alter zum Problem, in dem junge Väter und Mütter wieder in den Beruf einsteigen wollen. Hier sind Unternehmen und die öffentliche Hand gleichermaßen gefordert“, zeigt Justenhoven ein Handlungsfeld der Metropolregion München auf.

Das Schlusskapitel der Studie enthält standortpolitische Anregungen, wie München seine Spitzenposition behaupten kann. Unter anderem gibt sie folgende Empfehlungen:

  • Wachstumsstarke Branchen weiter stärken
  • Hohe Investitionen in industrielle Forschung und Entwicklung sichern
  • Kooperationen von Wirtschaft und öffentlichen Forschungseinrichtungen weiter ausbauen
  • Start-ups und Spin-offs als wichtige Komponenten des Innovationsprozesses fördern
  • Branchenübergreifende Kooperationen unterstützen
  • Den Dienstleistungssektor stärken
  • Die besonderen Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen berücksichtigen
  • Arbeitskräfte noch besser nutzen und weiterentwickeln
  • Innovative Strategien gegen den Fachkräftemangel formulieren
  • Vorhandenes Erwerbspersonenpotenzial in der Bevölkerung aktivieren
  • Attraktivität der Metropolregion für Fachkräfte sichern
  • Ökonomische Potenziale der Internationalität aktiv gestalten
  • Die Lebensqualität weiter steigern

Weitere Impulse liefert die Studie „München 2025 – eine Metropolregion und ihre Entwicklungsperspektiven“. Sie kann kostenfrei im PDF-Format bestellt werden.