Frankfurt, 30. Oktober 2011
Als Prüfer des Jahresabschlusses der FMS Wertmanagement zum 31. Dezember 2010 nehmen wir anlässlich der aktuellen Berichterstattung bezüglich eines Buchungsfehlers wie folgt Stellung:
Der oben genannte Abschluss wurde von uns in Übereinstimmung mit den geltenden Standards geprüft. Bei der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 der FMS Wertmanagement stellte sich uns folgender Sachverhalt dar:
Wie von der FMS Wertmanagement in ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2010 ausgeführt, hat die FMS Wertmanagement wesentliche Teile der Rechnungslegung an einen externen Dienstleister ausgelagert. Dies betrifft unter anderem auch die Betreuung der Hauptbuchpflege, die laufende Buchhaltung, die Vorbereitung der Abschlusserstellung sowie die fortlaufende Unterstützung zur Entscheidungsfindung bei rechnungslegungsrelevanten Sachverhalten. Die FMS Wertmanagement verweist in ihrem Jahresabschluss zudem darauf, dass zum 31. Dezember 2010 keine Zugriffsrechte auf die IT-Systemstruktur bestanden.
In ihrem Risikobericht des Lageberichts zum 31. Dezember 2010 weist die FMS Wertmanagement zudem darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Auslagerung von Tätigkeiten auf einen externen Dienstleister Abhängigkeiten entstehen, die die FMS Wertmanagement nur bedingt steuern kann. Die FMS Wertmanagement weist darüber hinaus darauf hin, dass infolge der Erbringung von wesentlichen Dienstleistungen zur Verwaltung des Portfolios durch den externen Dienstleister sowie des damit verbundenen Rückgriffs auf die Abwicklungs- und Überwachungssysteme, die FMS Wertmanagement identischen operationellen Risiken wie der externe Dienstleister ausgesetzt ist.
Im Rahmen der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen, uns vorgelegten Unterlagen einschließlich Bestätigungen Dritter und erhaltenen Auskünften ergaben sich auch unter Berücksichtigung des Tatbestands, dass wesentliche Teile der Buchführung ausgelagert sind, keine Anhaltspunkte für Fehler im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010.
Im Zusammenhang mit dem verkürzten Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2011 wurden jedoch Geschäftsvorfälle identifiziert, bei denen die Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften gegenüber demselben Vertragspartner unterblieb. Die mit diesen Geschäftsvorfällen im Zusammenhang stehenden Buchungen wurden vor Veröffentlichung des verkürzten Zwischenabschlusses von der FMS Wertmanagement korrigiert. Hierdurch reduzierten sich die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Bilanzsumme der FMS Wertmanagement um jeweils € 55,5 Mrd.
In diesem Zusammenhang wurden auch die diesbezüglichen Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2010 in Einklang mit den hierfür bestehenden Regelungen angepasst. Hieraus ergaben sich jeweils um € 24,5 Mrd. geringere Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie eine um € 24,5 Mrd. geringere Bilanzsumme der FMS Wertmanagement. Weitergehende Auswirkungen auf die Vermögenslage sowie Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2010 ergaben sich dadurch nicht.