Die 100 wertvollsten Unternehmen der Welt: US-Konzerne hängen Europa ab

03 Juli, 2017

Die zehn wertvollsten Unternehmen der Welt kommen aus den USA / Apple zum sechsten Mal in Folge an der Spitze / Deutschland nur noch mit vier Firmen in den Top 100 vertreten / Tech-Sektor schneidet stark ab

Düsseldorf, 28. Juni 2017

Der Börsenwert der 100 wertvollsten Unternehmen hat ein Rekordhoch erreicht: Im März 2017 waren sie 17,4 Billionen US-Dollar wert – ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. US-amerikanische Firmen dominieren das Ranking: Sie stellen die komplette Top 10 sowie 55 der 100 wertvollsten Konzerne (Vorjahr: 54). Europa verliert weiter an Boden und ist nur noch mit 22 Firmen in den Top 100 vertreten (Vorjahr: 24). Zu diesen Ergebnissen kommt eine PwC-Analyse zur Entwicklung der Marktkapitalisierung der 100 weltweit wertvollsten Unternehmen.

„Der Abstand zwischen dem Börsenwert der größten US-Firmen und Unternehmen aus dem Rest der Welt vergrößert sich weiter. Insbesondere amerikanische Technologie-Konzerne nutzen ihre globale Reichweite, ihre Finanzstärke und Innovationskraft und bauen ihren Vorsprung weiter aus“, kommentiert Dr. Klaus-Peter Gushurst, der in der Geschäftsführung von PwC Deutschland die Bereiche Industries und Innovation verantwortet.

Europäische Unternehmen verlieren weiter an Boden

Im Jahr 2008 zählten 41 europäische und nur 35 US-amerikanische Unternehmen zu den 100 wertvollsten Konzernen der Welt, heute sind es nur noch 22 europäische, aber 55 US-Konzerne.

„Wir beobachten, dass sich europäische Unternehmen im Gegensatz zu den großen amerikanischen Playern nie ganz von der Finanzkrise erholt haben.“

Dr. Klaus-Peter Gushurst, Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland im Bereich Industries und Innovation

Ein Lichtblick aus europäischer Sicht: Der Börsenwert der europäischen Konzerne ist nach zwei Jahren mit Einbußen wieder leicht gestiegen – um 35 Milliarden– und lag im März 2017 bei 3,0 Billionen US-Dollar.

Apple führt das Ranking mit großem Abstand an

Das nach Marktkapitalisierung wertvollste Unternehmen der Welt ist zum sechsten Mal in Folge Apple. Der Konzern konnte seinen Börsenwert im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent steigern und ist nun 754 Milliarden US-Dollar wert. Der Abstand zum zweitplatzierten Alphabet (ehemals Google) hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Auf den Rängen 3 bis 6 folgen Microsoft, Amazon, Berkshire Hathaway und Facebook.

SAP ist das wertvollste deutsche Unternehmen

Deutschland schneidet im aktuellen Ranking ebenfalls schwächer ab als im Vorjahr: Zu den Top 100 gehören nur noch vier deutsche Konzerne (Vorjahr: 5). Mit 121 Milliarden US-Dollar ist der Software-Konzern SAP das wertvollste deutsche Unternehmen (Rang 56), vor Siemens (Rang 58) und Bayer (Rang 79). BASF schafft den Sprung in die Top 100 (Rang 87).

Chinesische Unternehmen stehen nach einer Phase der Stagnation wieder gut im Ranking dar und konnten ihren Börsenwert um 14 Prozent steigern. Wie im Vorjahr zählen 11 chinesische Konzerne zu den Top 100. Mit Tencent und Alibaba, dessen Börsengang gerade einmal drei Jahre zurückliegt, haben zwei chinesische Firmen ihr Ranking immens verbessern können: Sie stehen auf den Plätzen 11 und 12 und setzen zum Sprung in die Top 10 an.

Technologiesektor führt vor Finanzbranche und Konsumgüterindustrie

Besonders auffällig ist die starke Entwicklung der Technologieunternehmen. Der Tech-Sektor stellt mit Apple, Alphabet und Microsoft die drei ersten Listenplätze. Insgesamt sind 12 Tech-Firmen in den Top 100. Ihre Marktkapitalisierung liegt bei rund 3,6 Billionen US-Dollar und damit knapp vor dem Finanzsektor.

„Technologie-Konzerne sind wertvoller und attraktiver denn je. Giganten wie Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon und Facebook haben das Leben der Menschen rund um den Globus einschneidend verändert und die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, revolutioniert. Dieser immense Einfluss auf Menschen weltweit spiegelt sich auch in ihrem Börsenwert wider. Hier hat gerade die deutsche Industriestruktur weiterhin Nachholbedarf“, so das Fazit von Klaus-Peter Gushurst.

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