Hamburger sehen Elbphilharmonie bereits als Symbol ihrer Stadt

29 Juni, 2017

Für jeden dritten Bewohner repräsentiert das neue Konzerthaus schon jetzt die Stadt / Drei Viertel halten Hamburg insgesamt für einen attraktiven Wohnort / Verbesserungsbedarf besonders bei Kitas und Schulen / 92 Prozent erwarten steigende Mietpreise

Hamburg, 29. Juni 2017

Fast jeder dritte Hamburger zählt die erst vor kurzem eröffnete Elbphilharmonie schon jetzt zu den Wahrzeichen der Stadt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 500 Erwachsenen aus Hamburg und Umgebung. Die „Elphi“ landet mit einem Ergebnis von 29 Prozent zwar nur auf dem dritten Platz der Orte und Dinge, die nach Meinung der Einheimischen die Stadt besonders repräsentieren. Sie kann aber zum Beispiel das Weltkulturerbe Speicherstadt mit 28 Prozent und den Michel mit 20 Prozent auf die nachfolgenden Plätze verweisen. Nur die Reeperbahn mit 59 Prozent und der Hafen mit 54 Prozent rangieren noch vor dem Konzerthaus. „Die Elbphilharmonie als architektonische Ikone hat das Potential zum wichtigsten Wahrzeichen Hamburgs zu werden“, sagt Claus Brandt, Partner bei PwC und Leiter des Standorts in Hamburg. „Gerade unter den Jungen, die mit ihr als festem Ankerpunkt im Stadtbild aufwachsen.“ Die Situation sei vergleichbar mit der in Sydney. Seit der Fertigstellung des dortigen Opernhauses entstünde im Kopf der Menschen sofort das Bild des Gebäudes, wenn der Name der Stadt falle.

Hamburg besticht durch hohe Lebensqualität –
Attraktivität für junge Erwachsene besonders hoch

Insgesamt sehen die Hamburger ihre Stadt positiv: Drei von vier der im Rahmen der PwC-Studie Befragten geben an, dass Hamburg für sie persönlich ein attraktiver Wohnort ist. Mit jeweils 94 Prozent Zustimmung stehen neben dem kulturellen und dem gastronomischen Angebot besonders die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt an der Spitze der Liste der Annehmlichkeiten, die Hamburg aus Sicht der Befragten besonders lebenswert machen. Auch die Kneipen- und Clubszene sowie die Parks verzeichnen Zufriedenheitswerte von mehr als 80 Prozent. „Für die Freizeitgestaltung fehlt es den Hamburgern an fast nichts. Das macht die Metropole nicht nur sehr lebenswert, sondern auch besonders attraktiv für junge Menschen, die wegen eines Jobs an die Elbe kommen“, sagt Claus Brandt. „Im Wettbewerb um High-Potentials und Digital Natives ist das ein großer Vorteil.“ Das zeigen auch die Umfrageergebnisse: Jeweils knapp zwei Drittel der Befragten halten die Stadt für sehr attraktiv für Singles und junge Erwachsene unter 30.

Verbesserungspotenzial bei Kitas und Schulen

Weniger positiv bewerten die Hanseaten hingegen Radwege, Kindergärten und Schulen. Mit Zufriedenheitswerten von unter 50 Prozent landen sie am Ende der Rangliste. Wichtige Bedürfnisse von Familien drohen damit ins Abseits zu geraten. Die Attraktivität der Stadt für Familien und Kinder rangiert daher auch deutlich hinter der anderer Bevölkerungsgruppen: Lediglich 19 Prozent der Befragten halten Hamburg für sehr attraktiv für Familien. Als besonders kinderfreundlich empfinden es sogar nur 15 Prozent.

„Hamburg muss sich ins Zeug legen, um Familien in der Stadt zu halten. Sonst verliert die Metropole weiter an den Speckgürtel in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.“

Claus Brandt, Partner bei PwC und Leiter des Standorts in Hamburg

Mehrheit erwartet steigende Mieten

Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der Wohnungsmarkt. Denn besonders für Familien wird es schwierig, wenn die Preise steigen. Und genau damit rechnen 92 Prozent der Hanseaten. Lediglich ein Prozent geht davon aus, dass die Mieten in der Stadt in den kommenden fünf Jahren sinken werden. Was die Entwicklung des Wohnraumangebots betrifft, sind die Hamburger gespalten: 30 Prozent erwarten, dass in den nächsten Jahren weniger Wohnungen zur Verfügung stehen werden, 34 Prozent meinen hingegen, dass es mehr werden. „Der Zuzug in die Hansestadt ist einerseits zwar groß“, erklärt Claus Brandt. „Aber die Hamburger registrieren auch, dass viel gebaut wird. Hier sollte die Hansestadt die Chance ergreifen, ausreichend große und bezahlbare Wohnungen mit kurzen Wegen zu Kitas und Schulen zu schaffen, um für Fachkräfte und ihre Familien attraktiv zu sein.“


Zur Umfrage:

Die Ergebnisse der Studie „So sehen die Hamburger Hamburg“ basieren auf einer repräsentativen Online-Panel-Befragung, die im Frühjahr 2017 im Auftrag der PricewaterhouseCoopers GmbH WPG durchgeführt wurde. Befragt wurden 500 Personen aus der Region Hamburg im Alter von 18 bis 65 Jahren.

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