Wohnungsmarkt: Kölner rechnen mit steigenden Mieten

13 Juni, 2017

Wenige Kölner rechnen mit steigendem Wohnangebot / Kitas und Schulen werden schlecht bewertet / Köln punktet mit Kultur und Gastronomie / Einheimische verbinden mit ihrer Stadt die Begriffe geschichtsträchtig und multikulturell, unsicher und wenig umweltfreundlich

Köln, 13. Juni 2017

Fast jeder Kölner rechnet mit steigenden Mieten innerhalb der nächsten fünf Jahre. Wie aus einer aktuellen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 250 Erwachsenen aus Köln und Umgebung hervorgeht, sind 51 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass der Wohnraum in Zukunft teurer wird. Weitere 40 Prozent gehen sogar davon aus, dass die Mieten stark steigen werden. Dazu passt die Einschätzung, dass das Angebot an Wohnungen in der Rheinmetropole in den nächsten fünf Jahren stagniert (36 Prozent) oder sogar sinkt (36 Prozent).  

„Aufgrund der starken Wirtschaft und Jobangebote, aber auch wegen der attraktiven Hochschulsituation und des kulturellen Angebots hat die Stadt eine starke Sogwirkung. Das spiegelt sich auch im Zuzug wider, der nach Prognosen der Stadt Köln bis zum Jahr 2040 bei mindestens 6,5 Prozent liegt. Die Immobilienwirtschaft und vor allem die Kommune stellt das vor eine große Herausforderung.“

Jens Pollmann, Partner bei PwC und zentraler Ansprechpartner am Standort Köln

Über 30-Jährige ärgern sich über Kitas und Schulen

Sorgen bereitet den Kölnern aber nicht nur der Wohnungsmarkt. In Grenzen hält sich die Zufriedenheit auch bei Schulen, Radwegen und Kindergärten. Sie werden nur von 52 Prozent (Schulen), 44 Prozent (Radwege) und 37 Prozent (Kindergärten) der Befragten mit einem „eher oder sehr zufrieden“ beurteilt. Die Bildungseinrichtungen schneiden bei Menschen zwischen 30 und 49 Jahren – also der Generation mit Kindergarten- oder Schulkindern – sogar noch schlechter ab als im Durchschnitt. „Das ist nicht gut“, findet Jens Pollmann. „Denn diese Altersgruppe ist für die örtliche Wirtschaft wichtig, da sie ihre Ausbildung in der Regel abgeschlossen hat und sie deshalb als Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt begehrt sind.“

Für Singles und junge Erwachsene attraktiv

Sehr zufrieden sind die Kölner hingegen mit dem Kulturleben und der Gastronomie in der Stadt – durch alle Altersschichten. Restaurants und Cafés, Museen und Theater sowie Einkaufsmöglichkeiten erhalten alle Zufriedenheitswerte um die 90 Prozent. „Bemerkenswert und aus Sicht der Wirtschaft sehr erfreulich ist außerdem das gute Abschneiden der Universitäten, der Gesundheitsversorgung, des öffentlichen Nahverkehrs und der Verkehrsinfrastruktur, die von 81 bis 68 Prozent der Befragten als zufriedenstellend bewertet werden“, sagt Jens Pollmann. „Diese Faktoren sind wichtig, um Menschen und Mitarbeiter vor Ort zu halten.“ Allerdings sind 97 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Rheinmetropole vor allem für (noch) ungebundene Singles ein attraktiver Wohnort ist, 93 Prozent teilen diese Einschätzung für Erwachsene unter 30 Jahre generell. „Es ist natürlich gut, wenn eine Stadt für junge Menschen attraktiv ist“, so Pollmann. „Aber Städte müssen auch dann für ihre Bewohner attraktiv bleiben, wenn sich deren Lebensumstände verändern, weil sie zum Beispiel eine Familie gründen.“

Geschichtsträchtig und multikulturell

Einig sind sich Alt und Jung, was ihre Stadt ganz besonders repräsentiert: etwas sehr „Altes“. Der Kölner Dom wird über alle Altersgruppen hinweg von 82 Prozent der Befragten als typisch für Köln angesehen. Auf Platz zwei folgt mit 68 Prozent der Karneval, das regionale Kölsch ist mit 36 Prozent auf Platz drei weit abgeschlagen. Das passt durchaus zu dem Ranking der Attribute, mit denen die Kölner ihre Stadt versehen würden. „Geschichtsträchtig“ landet ganz weit vorne. Zu den Top drei gehören außerdem die Eigenschaften „multikulturell“ und „weltoffen“. Am hinteren Ende finden sich die Begriffe sicher und sauber/umweltfreundlich mit 51 Prozent und 40 Prozent. Auf dem drittletzten Rang steht eine Eigenschaft, bei der es gut ist, dass sie weit hinten landet: Nur 40 Prozent der Befragten halten Köln für „anonym“. „Typisch Rheinland eben – deshalb lebe ich auch gerne hier“, sagt Jens Pollmann. „Man kommt schnell in Kontakt, spricht miteinander und passt vielleicht auch ein bisschen mehr als woanders aufeinander auf“.  


Zur Umfrage:

Die Ergebnisse der Regionalbefragung: „So sehen die Kölner Köln“ entstammen einer repräsentativen Online-Panel-Befragung, die im Frühjahr 2017 im Auftrag der PricewaterhouseCoopers GmbH WPG durchgeführt wurde. Befragt wurden 250 Personen aus der Region Köln im Alter von 18 bis 65 Jahren.
 

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