Die richtigen Projekte auswählen

Projekt-Portfolio-Management in der IT

In Folge der Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen ihre IT-Budgets gekürzt. Sie müssen sich daher auf die Projekte beschränken, die für das Unternehmen wirklich wichtig sind und der Firma Wettbewerbsvorteile bringen. Um die richtigen Projekte auszuwählen und eine gute Entscheidungsgrundlage zu schaffen, setzen viele Unternehmen Projekt-Portfolio-Management (PPM) ein. Die PwC-Studie "Mit weniger mehr erreichen!" untersucht, wie weit Firmen in der Umsetzung von PPM sind und welche Faktoren dabei zum Erfolg führen.

Welche Projekte lassen sich stoppen oder verschieben, ohne dass die Firma dabei strategische Nachteile hat? Wie lassen sich die Kosten weiter reduzieren? Vor diesen Fragen stehen Unternehmen, die mit knapperen IT-Budgets umgehen müssen.

PPM schafft eine Entscheidungsgrundlage für die Auswahl der Projekte

Eine wichtige Hilfestellung, um diese Fragen zu beantworten, bietet das Projekt-Portfolio-Management. Denn erstes Ziel von PPM ist, eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Auswahl der richtigen Investitionen zu schaffen. Projekte sollen dadurch besser gesteuert, Kosten reduziert und Wettbewerbsvorteile gesichert werden. Die Erfahrung zeigt: Die Effektivität von Projekten steigt bei einer geringeren Projektzahl und einer stärkeren Fokussierung auf Projekte, die die Geschäftsstrategie wesentlich unterstützen.

Wie Unternehmen mit diesem Thema umgehen, hat PwC in der Studie "Mit weniger mehr erreichen!" untersucht. Dafür befragte PwC Unternehmen verschiedener Größen und Branchen, um einen Überblick zum Stand des Portfolio-Managements von IT-Projekten in Deutschland aufzuzeigen.

Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit PPM?

Die Interviews zeigen, dass Unternehmen vier Zielsetzungen mit dem Einsatz von PPM verfolgen. Die Ziele werden in der Regel nacheinander erreicht:

  • Transparenz: Einen Überblick über die Projektlandschaft schaffen.
  • Alignment: Die enge Abstimmung zwischen IT und den Fachbereichen ermöglichen.
  • Strategie: Die Projektauswahl an der Gesamtstrategie des Unternehmens ausrichten.
  • Benefits Management: Den Nutzen der Projekte messen und sicherstellen.

Das erste Ziel hatten alle Studienteilnehmer bereits abgeschlossen. Gut 40 Prozent arbeiten auf der zweiten Stufe – der intensiven Abstimmung zwischen Business und IT. Über ein Drittel der Studienteilnehmer setzt sich bereits mit der dritten Stufe – der Ausrichtung an der Gesamtstrategie des Unternehmens – auseinander. Nur knapp zehn Prozent der Befragten sind so weit fortgeschritten, dass sie den konkreten Nutzen der Projekte messen und steuern können.

Anhand von Umsetzungsbeispielen zeigt die Studie die Erfolgsfaktoren und typischen Probleme, die in den verschiedenen Stufen auftreten.

Eine gute Kommunikationsstrategie ist ein wichtiger Erfolgsfaktor

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Bei der Einführung eines Projekt-Portfolio-Managements spielt Change Management eine wichtige Rolle. Die große Mehrheit der befragten Unternehmen gab bei den Interviews an, dass eine gute Kommunikationsstrategie zur Begleitung der neuen Prozesse ein zentraler Erfolgsfaktor ist.

Bibliographische Daten

Mit weniger mehr erreichen!
Studie zum Stand des Projekt-Portfolio-Managements in der IT

Autoren

Marcus Messerschmidt
Philipp Emslander
David Basten

Herausgeber

PwC, Frankfurt am Main

Bibliographie/Quelle

September 2009
36 S.
15 Abb.

Preis

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