Geschäftsmodellinnovationen: Neue Wege am Markt beschreiten

Unternehmen, die Wettbewerbspotenziale erschließen und neue Aktionsfelder eröffnen wollen, müssen sich stetig weiterentwickeln. Neben der Schaffung innovativer Produkte und Dienstleistungen gilt es dabei immer häufiger auch, das Geschäftsmodell anzupassen oder gar etwas völlig Neues zu kreieren. Doch wie gehen Unternehmen von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Einführung eines innovativen Geschäftsmodells vor? Welche Faktoren tragen zum Erfolg bei? An diesen Fragen setzt die PwC-Studie "Geschäftsmodellinnovationen: Neue Wege am Markt beschreiten" an.

In der Finanz- und Wirtschaftskrise ist verstärkt deutlich geworden, welche Unternehmen auch unter schwierigen Marktbedingungen in der Lage sind, ihr Geschäft erfolgreich zu gestalten oder sogar auszubauen. Wichtige Erfolgsfaktoren sind Innovationsstärke und Wandlungsfähigkeit. Das Geschäftsmodell eines Unternehmens spielt dabei eine zentrale Rolle: Es verbindet die Markt- und die Unternehmensperspektive. Ein innovatives Geschäftsmodell unterstützt die Vermarktung von innovativen Produkten und Dienstleistungen und schafft Kundenzufriedenheit.

Praxisbeispiele für erfolgreiche Innovationen des Geschäftsmodells

Die Studie "Geschäftsmodellinnovationen: Neue Wege am Markt beschreiten", die PwC in Kooperation mit der European Business School (EBS) erstellt hat, zeigt anhand von Fallstudien erfolgreiche Geschäftsmodellinnovationen aus verschiedenen Branchen. Die Praxisbeispiele demonstrieren, wie gute Innovationen des Geschäftsmodells aussehen können. Daraus leitet die Studie strategische und operative Leitlinien ab. Sie bietet Unternehmen dadurch Anregungen für die Überprüfung ihrer Geschäftsmodelle. Schwerpunkte der Analyse sind die vier Bausteine jedes Geschäftsmodells: Wertbeitrag, Ressourcen, Organisation & Wertschöpfungskette und Ertragsmodelle.

Wertbeitrag: Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Markt

Die Frage des Wertbeitrags – also welchen Nutzen Kunden und Wertschöpfungspartner von einem Geschäftsmodell haben – beantworten Unternehmen aus dem B2B- und B2C-Markt sehr unterschiedlich. Die untersuchten B2B-Unternehmen verweisen unisono auf Kosteneinsparungen, Innovationsvorsprung und Prozessoptimierung. B2C-Unternehmen legen ihren Schwerpunkt dagegen auf ein intensiviertes Markenerlebnis.

Ressourcen: Auf Know-how und Fachkompetenz setzen

Vollkommene Einigkeit herrscht bezüglich der Erfolgsfaktoren "Know-how im Unternehmen“ und "Arbeitsklima/Mitarbeiterorientierung“. Nahezu alle Unternehmen stufen die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter als zentrale Ressource ein. Aktive Personalentwicklung spielt eine bedeutende Rolle für die Transformation eines Geschäftsmodells.

Organisation und Wertschöpfungskette: Partnerschaften und Dialog

Für den Erfolg des Transformationsprozesses stellen vor allem der Ausbau von Partnerschaften und ein aktiver Dialog mit den Mitarbeitern entscheidende Stellhebel dar. Interessant: Alle B2B-Unternehmen haben im Zuge ihrer Geschäftsmodellinnovationen komplette Prozessmodule übernommen.

Ertragsmodell: Die Erträge steigen durch Win-win-Situationen

Die Aspekte Preisbildung und Generierung eigener Kostenvorteile stehen beim Ertragsmodell im Fokus. Alle B2B-Unternehmen betonen eine sogenannte Win-win-Situation: Sie möchten an den als Wertbeitrag für die Kunden eingesparten Kosten partizipieren, um so einen höheren Ertrag zu erzielen.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die PwC-Studie "Geschäftsmodellinnovationen: Neue Wege am Markt beschreiten".

Bibliographische Daten

Geschäftsmodellinnovationen:
Neue Wege am Markt beschreiten

Herausgeber

PwC, Frankfurt am Main
European Business School (ebs), Oestrich-Winkel

Bibliographie/Quelle

Juni 2010
64 S.
Softcover