Netzwerke werden Bedingung für erfolgreiche Innovationen

Aktuelle Diskussionen zu Elektromobilität oder Energieeffizienz machen deutlich, dass innovative Lösungen für komplexe Probleme nicht durch ein Unternehmen oder eine Organisation alleine gelöst werden können. Eine Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg scheint sinnvoll. Doch wie leistungsfähig sind Netzwerke tatsächlich und welche Formen der Kollaboration bringen Mehrwert?

Durch fortschreitende Globalisierung und neue technische Möglichkeiten gewinnt die weltweite Vernetzung weiter an Bedeutung. Auch aus ökonomischer Perspektive haben Netzwerke künftig einen hohen Stellenwert. Das gilt in besonderem Maße für die Entwicklung von Innovationen. Einzelne Arbeitsschritte aber auch ganze Entwicklungsprozesse werden zunehmend vernetzt organisiert und verteilt. Netzwerke können so nachhaltige Veränderungen bewirken, neue Impulse geben und die Wertschöpfungsstrategien auf den Zukunftsmärkten bestimmen.

Der Druck zur Erneuerung und Innovation wächst

Ein Kennzeichen der modernen Wirtschaft: Dynamische Märkte und wachsender Erfolgs- wie Erneuerungsdruck. Fast täglich wird der Markt mit neuen Produkten und Dienstleistungen überschwemmt, entstehen völlig neue Marktsegmente und Märkte. Geld verdienen die Unternehmen, die kreative Lösungen anbieten, die Zeichen der Zeit erkennen und diese Erkenntnisse gewinnbringend für sich zu nutzen wissen. Die zunehmenden Ökonomisierung, eine steigende Vernetzung und eine erhöhte Mobilität sind überall zu spüren und nicht ohne Folgen für den Markt: Kürzere Produktlebenszyklen, immer stärker diversifizierte Märkte und ein kontinuierlicher Bedarf an Erneuerungen und Innovationen. Innovationen wiederum schaffen und sichern Wohlstand. Somit wird die Innovationsfähigkeit immer mehr gleichbedeutend mit Zukunftsfähigkeit.

Partnerschaften bieten innovatives Kapital und neue Chancen

Die Fokussierung der Innovationsarbeit nur auf die firmeneigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung bringt kaum oder keine radikalen Neuerungen mehr hervor. Immer deutlicher zeigt sich: Netzwerke sind für Innovationen unerlässlich. So spricht schon heute vieles dafür, dass die künftige Gesellschaft eine Netzwerkgesellschaft neuen Zuschnitts sein wird, in der die Grenzen zwischen technologischen und sozialen Innovationen verschwimmen.

Um neue margenträchtige Absatzmärkte zu erobern, gilt es mittelfristig Know-how und Ressourcen zu bündeln und über Netzwerkkooperation neue Werte zu schaffen. Wertschöpfungspartnerschaften und Kooperationsformen bieten innovatives Kapital und neue Entwicklungschancen. Sie bedeuten aber auch, dass Unternehmen umsichtig vorgehen müssen und Risiken berücksichtigen sollten, die insbesondere in Bezug auf das geistige Eigentum – Stichwort "Intellectual property rights" – entstehen können.