Außer Frage steht der Einsatz der IT im Unternehmen. Die Frage jedoch, wie IT effizient eingesetzt werden kann, ist umso wichtiger und notwendig. Denn mit der Entwicklung einer IT-Landschaft, die auch Anforderungen der Zukunft schon heute berücksichtigt, sichert sich das Unternehmen einen erfolgsrelevanten Wertbeitrag in diesem Bereich.
Wettbewerbsvorteile, Effizienz, Unterstützung und Einsparungen sind denn auch die Hoffnungen und Wünsche, mit denen sich IT-Projekte und IT-Bereiche immer wieder konfrontiert sehen. Die Realität allerdings schlägt nicht selten in das Gegenteil. Transparenz bei Kosten, Nutzen und Risiken? Fehlanzeige.
Häufig gestellte Fragen:
Mit einer klaren Positionsbestimmung des IT-Bereichs können die richtigen Investitionen und zukunftsweisende Projekte in das IT-Portfolio aufgenommen werden. So werden die Entscheidungen über die IT-Architektur auf einer transparenten Informationsbasis getroffen, während eine effizient gestaltete IT-Governance der erfolgreichen und risikobewussten Umsetzung dient.
Die hierfür erforderliche Beurteilung bildet die Grundlage für die Effizienzsteigerung der IT in einem Unternehmen. Sie kann anhand folgender fünf Segmente vorgenommen werden:
Um aus diesen Antworten den Reifegrad der Unternehmens-IT herleiten zu können, hat PwC das IT-Performance-Framework entwickelt. Dabei werden quantitative und qualitative Kriterien in die Analyse eingebunden. Es werden insbesondere diejenigen Teilbereiche der IT analysiert, die zur Unterstützung des Kerngeschäfts von zentraler Bedeutung sind.
Inhalt der quantitativen Analyse ist die Bestimmung der unternehmenseigenen IT-Kostenstruktur und der Vergleich dieser mit IT-Abteilungen vergleichbarer anderer Unternehmen. Die qualitative Analyse verwendet ein Reifegradmodell (Maturity-Model) mit fünf Reifegradstufen für jedes der 22 Kreissegmente. Daran ist jeweils ein Best-Practice-Profil abgebildet.
Damit zur Beurteilung der IT-Kostenstuktur eine objektive Bewertungsgrundlage geschaffen wird, nutzen die Experten von PwC die tagesaktuelle Datenbank "globalpractice.com" und weitere Referenzdaten renommierter Analysten.
Die Ergebnisse der Reifegradmessung werden durch eine Kreissegmentdarstellung visualisiert:

Abb.: Beispielauswertung der qualitativen Reifegradmessung. Quelle: PwC
Die Kombination beider Analysen (qualitativ und quantitativ) ist notwendig, um eine strategische Gesamteinschätzung der IT zu ermöglichen. So steht die qualitative Reife der IT im direkten Zusammenhang zu der aktuell vorherrschenden IT-Kostenstruktur. Ist beispielsweise der Reifegrad der IT niedrig, so wird tendenziell von einem geringen IT-Budget auszugehen sein. Die identifizierten Schwachstellen, die auf Basis dieser Bewertung identifiziert werden, dienen dann als Grundlage für weitere Handlungsempfehlungen und -optionen.

Dr. Hansjörg
Neeb
Dr. Hansjörg Neeb: Im Kern verfolgen Unternehmen zwei Ziele. Das ist zum einen: "Wie kann ich überleben?" und zum anderen: "Wie kann ich wachsen?" Diese abstrakten Zielsetzungen werden in Geschäfts- und Bereichsstrategien heruntergebrochen. Die IT-Strategie muss das Geschäftsmodell im operativen Betrieb bestmöglich unterstützen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen. Dabei sind folgende Elemente für eine IT-Strategie essenziell: das Governance-Modell, die Sourcing-Strategie, das System zur Steuerung der IT-Kosten und -Leistungen, das Projektportfoliomanagement und die IT-Architekturprinzipien.
Neeb: Damit wir als objektiver Berater eine Aussage über den Reifegrad der IT treffen können, ist eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Analysen notwendig. Schließlich geht es hierbei um die Balance der Kosten und des Nutzens der IT. Durch die Betrachtung beider Seiten ist eine strategische Gesamteinschätzung der IT und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für den Kunden aussagekräftiger.
Neeb: Eine Möglichkeit, Kosten einzusparen, ist der effiziente Einsatz von IT. Entscheidungsträger versprechen sich durch technologische und prozessuale Anpassungen eine nachhaltige Kostenreduzierung. Oft trifft hierbei der Effekt zu Tage, dass das Projekt zu einer nachhaltigen Steigerung der IT-Kosten führt. Der Effizienzgewinn und die damit verbundene Kostenreduzierung wird jedoch eher in den Geschäftsprozessen, also im Fachbereich, realisiert. Entscheidend ist also die Betrachtung, ob das Projekt einen Business Case für das gesamte Unternehmen hat. Weiterhin ist es Aufgabe der IT, innovative Entwicklungen hinsichtlich ihres praktischen Nutzens gewinnbringend für das Unternehmen einzusetzen.