PwC-Studie: Unternehmen fragen zu selten nach dem Nutzen eines Projekts

Unternehmen müssen immer flexibler agieren, sich auf neue Regelungen einstellen und Kosten im Griff behalten. Interne Projekte sollen das gewährleisten. Doch einmal auf den Weg gebracht, überprüft kaum eine Firma den Nutzen eines Projekts. Das ist ein Ergebnis der Studie "Lohnen sich Ihre Projekte wirklich?" von PwC.

Für die Untersuchung befragte PwC Führungskräfte aus 52 Unternehmen, wie sie interne Projekte handhaben. Dabei trat zutage: Nach Abschluss fehlt fast immer eine rückblickende Bewertung: "Der Aspekt 'Lessons learned' bezieht sich meist nur auf die Durchführung des Projekts, nicht aber auf seinen Nutzen", resümiert Patrick Maerten, Experte für Projektmanagement und Partner bei PwC.

Die nachträgliche Bewertung von Projekten fehlt

Ein Grund für das fehlende Nutzenmanagement: „Es gibt keine allgemein akzeptierte Standardmethode und keine anerkannte Praxis, wie sich der Nutzen eines Projekts beschreiben, messen und interpretieren lässt“, erklärt Maerten. Dabei treten die Defizite unabhängig von Branche und Firmengröße auf. Selbst Produktionsunternehmen und der Handel, bei denen die maßgeblichen Kennzahlen relativ leicht zu ermitteln sind, vernachlässigen mehrheitlich diese nachträgliche Bewertung.

Unternehmen scheuen Projektabbruch

Stehen als Motiv interner Projekte bei Produktionsunternehmen die Kosten im Vordergrund, ist es im Handel der Umsatz und für stark regulierte Branchen wie Finanzdienstleister und Energieversorger die Anpassung an aktuelle Regelungen. Konjunkturelle Einflüsse und aktuelle Ereignisse, zum Beispiel Hackerangriffe, können diese Prioritäten überlagern. Nach ihrer Genehmigung sind interne Projekte jedoch vielfach nur noch Budgetposten, wie die PwC-Studie aufzeigt. Sie diagnostiziert eine ausgeprägte Scheu, ein Projekt abzubrechen. Vorzeitig beendet werden Projekte nur, wenn das vorgesehene Budget nicht ausreicht oder unerwartete Schwierigkeiten auftreten. "Abbrüche aufgrund eines fehlenden Nutzens sind dagegen die absolute Ausnahme", so Maerten.

 

Leitlinien für Nutzenmanagement sind sinnvoll

Die Studie rät dringend dazu, die gängige Praxis zu überprüfen. Denn langfristig werden interne Projekte weiter an Bedeutung gewinnen. Der Anteil der Projektwirtschaft an der nationalen Wertschöpfungskette wird laut Prognose von zwei Prozent im Jahr 2007 auf 15 Prozent bis 2020 steigen. PwC-Partner Patrick Maerten empfiehlt deswegen Unternehmen, Leitlinien für ein Nutzenmanagement zu entwickeln oder zu diesem Zweck sogar eine zentrale Instanz in der Unternehmensorganisation zu etablieren: "Hier schlummern noch enorme Werte, die nur darauf warten, gehoben zu werden."

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