Millennials at work: Was Unternehmen Berufseinsteigern jetzt bieten müssen

Der "War for Talents" hält an und verschärft sich. Im Blickpunkt stehen dabei heute vor allem die so genannten Millenials. Diese Altersgruppe der zwischen 1980 und 2000 Geborenen beginnt derzeit ins Berufsleben einzutreten. Wie Unternehmen diese High-Potentials für sich begeistern und auch langfristig an sich binden können, erklärt eine neue Untersuchung von PwC.

"Eines ist sicher: Die Millenials werden die Arbeitswelt sukzessive umgestalten, Unternehmen stellen sich bestenfalls bereits jetzt darauf ein", rät Till Lohmann, Partner bei PwC. Denn, so die Studie ("Millenials at work. Reshaping the workplace"), diese Generation wird im Jahr 2020 die Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung weltweit ausmachen. Für die Untersuchung wurden global 4.364 Absolventen aus 75 Ländern befragt. Und neben der bereits landläufig bekannten Affinität zu einem digitalen Lebensstil erwarten diese jungen Talente primär einen modernen, aufgeschlossenen Arbeitgeber. Till Lohmann: "Sie lehnen hierarchische Strukturen ebenso ab wie Herrschaftswissen. Sie verachten Stillstand, wünschen sich fortlaufend Feedback auf ihre Leistung zu erhalten und erhoffen sich eine abwechslungsreiche berufliche Laufbahn. Mit anderen Worten: Millenials erwarten einen Management-Stil und eine Unternehmenskultur, die sich in vielen Dingen von tradierten Strukturen unterscheiden."

Welche Erwartungen die Gruppe der Millennials konkret kennzeichnet:

  • Wechselbereitschaft und geringere Arbeitgeberloyalität: Mehr als ein Viertel der Befragten erwartet, dass sie sechs und mehr Arbeitgeber im Laufe ihrer Karriere erleben werden, 2008 waren es noch zehn Prozent. Insbesondere Unsicherheiten im Arbeitsverhältnis der letzten (Krisen-) Jahre haben dazu beigetragen.
  • Durch Kompromisse geprägt: Die derzeitigen ökonomischen Umstände haben offensichtlich dazu geführt, dass längst nicht alle Millenials in ihrem Traumberuf arbeiten: 38 Prozent sagen, dass sie ursprünglich einen anderen Job angestrebt hätten und 43 Prozent äußerten ihren Veränderungswillen.
  • Prioritäten und anderer Fokus: Adäquate Work-Life-Balance und die persönliche Weiterentwicklung im Job ist dieser Generation mitunter wichtiger als finanzielle Kompensation. Auch Vielfalt in Bezug auf die Belegschaft und Arbeitsbedingungen steht im Mittelpunkt.
  • Technologie bevorzugt: Der digitale Lebensstil der Millenials ändert auch ihr Verhalten im Job. 41 Prozent von ihnen bevorzugen elektronische Kommunikation vor Telefonie oder gar dem Vier-Augen-Gespräch. Auch die Nutzung eigener Kommunikationsmittel ist wichtig. Dies steht noch im Konflikt zu der Gestaltung heutiger Arbeitsplätzen.
  • Karriereweg und Mobilität muss sein: Wichtig ist für die Berufseinsteiger, dass kein Stillstand herrscht und sie im Unternehmen eine Chance bekommen, zügig aufzusteigen. Dies ist solchen Berufstätigen sogar wichtiger als die Gehaltsentwicklung.
  • Streben nach dem wertevollen Arbeitgeber: Corporate Social Responsibility und für die eigenen Werte stehende Arbeitgeber bleiben wichtig. Unternehmen des Financial Services Sektors büßen an Reputation erheblich ein und reduzieren ihre Arbeitgeberattraktivität erheblich.

Dienstleistungen