Immaterielle Wirtschaftsgüter: Die neuen Richtlinien der OECD

Immaterielle Wirtschaftsgüter spielen eine wichtige Rolle in Zusammenhang mit Verrechnungspreisen: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat diesem Thema in ihrem Aktionsplan gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting) daher ein eigenes Kapitel gewidmet und die Verrechnungspreis-Richtlinien überarbeitet. Was jetzt neu ist? Dazu gibt das PwC-Papier „Immaterielle Wirtschaftsgüter – Zusammenfassung des OECD-Aktionspapiers zu Action 8-10“ einen systematischen Überblick.

Im Mittelpunkt des PwC-Papiers steht das Kapitel VI der OECD-Verrechnungspreisrichtlinien für multinationale Unternehmen und Steuerverwaltungen sowie einige Passagen aus weiteren Kapiteln, die in diesem Zusammenhang relevant sind. Die PwC-Experten arbeiten die OECD-Vorgaben Punkt für Punkt im Hinblick auf Neuerungen ab. So wird beispielsweise der Begriff der immateriellen Wirtschaftsgüter jetzt präziser gefasst. Dazu zählen Patente, Lizenzen, Handelsnamen, Know-how und Geschäftsgeheimnisse, Marken und Warenzeichen – also immaterielle Werte, die bei konzerninternen Transaktionen eine Rolle spielen können. Weitere Themen sind der Umgang mit lokalen Marktbedingungen und unternehmerische Synergien im Zusammenhang mit Verrechnungspreisen. Das PwC-Papier zeigt anhand der Fallbeispiele der OECD, wie die neuen Richtlinien greifen und wie sie zu interpretieren sind. Es hilft so, die Auffassung, die die OECD jetzt vertritt, besser zu verstehen.