PwC-Studie: Indirekte Steuern rücken in den Fokus

Weltweit zeichnet sich ein Trend zur indirekten Besteuerung ab, wie die PwC-Studie "Shifting the Balance - From direct to indirect Taxes" aufzeigt. Sie analysiert auch die Konsequenzen für Unternehmen.

Die Staatsverschuldung ist in vielen Ländern in Folge der Finanzkrise gestiegen. Immer mehr Staaten sehen indirekte Steuern als eine wichtige Finanzierungsquelle an, um die Haushaltslage zu verbessern und Schulden abzubauen. Weltweit erheben derzeit 156 Staaten Mehrwertsteuer oder Verbrauchssteuern, neun weitere Länder wollen diese bis 2013 einführen, wie aus der PwC-Studie "Shifting the Balance - From direct to indirect taxes" hervorgeht.

Unternehmen müssen nationale Regeln beachten

Doch die Konsumenten reagieren kritisch: "Unternehmen können die Steuern nicht in jedem Fall oder nicht vollständig an die Verbraucher weitergeben", sagt Götz Neuhahn, Partner und Leiter des Bereiches indirekte Steuern bei PwC. Für die Unternehmen bedeutet das in der Regel enormen Aufwand und hohe Kosten. Das bekommen vor allen Dingen international tätige Unternehmen zu spüren, die die zum Teil oft unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Ländern beachten und eine Vielzahl von Steuererklärungen abgeben müssen. Selbst in der Europäischen Union weichen die Vorschriften für die Umsatzsteuer von Land zu Land voneinander ab. So muss ein mittelständisches Unternehmen in der EU im Schnitt 73 Stunden Zeit investieren, um die Umsatzsteuererklärung zu erstellen. Im weltweiten Schnitt liegt der zeitliche Aufwand bei 125 Stunden.

Einheitliche EU-Rechnungsrichtlinie ein erster Schritt

Die Regeln für die Umsatzsteuer sind kompliziert und zum Teil schwer zu kontrollieren. So gehen elf Prozent der Mehrwertsteuererlöse durch Steuerbetrug verloren. Mit einem einheitlichen und verständlichen Steuersystem könnte sich das ändern. "Doch eine große Lösung, die alle Mitgliedsstaaten der EU tragen müssten, ist nicht in Sicht", erklärt Neuhahn. Immerhin tritt 2013 die einheitliche Rechnungsrichtlinie in Kraft. "Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", so Neuhahn. Derzeit ist der Aufwand zur Kontrolle von Rechnungen in Deutschland immens. Wenn zum Beispiel das Rechnungsdatum fehlt, auch wenn sich dieses vom Lieferdatum ableiten lässt, kann der Leistungsempfänger die Vorsteuer nicht abziehen.

Bibliographische Daten

Shifting the Balance - From direct to indirect Taxes

Herausgeber

PwC

Bibliographie/Quelle

80 S.
zahlr. Abb.
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Preis

kostenlos

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