Fußball-WM hinterlässt positive Spuren in der südafrikanischen Medienbranche

Fußball-WM hinterlässt positive Spuren in der südafrikanischen Medienbranche

Die Digitalisierung beherrscht auch die südafrikanische Medienbranche. Größtes Wachstumspotenzial besitzt in den kommenden fünf Jahren das Internet, gefolgt vom Fernsehen. 2011 kann die Medienbranche an das erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschafts-Jahr 2010 anknüpfen und das Niveau nahezu halten. Die PwC-Experten rechnen im "South African Entertainment and Media Outlook: 2011-2015" in den kommenden fünf Jahren mit einem moderaten Wachstum.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika entpuppte sich als Wachstumstreiber für den südafrikanischen Medienmarkt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf insgesamt 98 Milliarden Rand (rund neun Milliarden Euro). Davon profitierte besonders der Sportsektor, der um knapp 85 Prozent zulegte. Nach dem guten WM-Jahr erwarten die Experten von PwC im Jahr 2011 nur ein leichtes Minus von 0,6 Prozent für den gesamten südafrikanischen Unterhaltungs- und Medienmarkt. Bis 2015 wird die Branche jährlich um durchschnittlich 7,4 Prozent zulegen – langsamer als die Gesamtwirtschaft in Südafrika.

Werbeerlöse legen in allen Medien zu

Auf dem Werbemarkt verzeichnet die Online-Werbung mit einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 33,6 Prozent bis 2015 den stärksten Zuwachs. Die Erlöse aus mobiler Online-Werbung legen gar um 73,7 Prozent zu. Die Zeitungen profitieren von der wirtschaftlichen Erholung und können trotz der Verlagerung von Werbung ins Internet bis 2015 einen Zuwachs bei den Anzeigeneinnahmen von im Schnitt 7,1 Prozent pro Jahr erreichen. Das Werbevolumen insgesamt steigt um acht Prozent pro Jahr.

Mobiles Internet übernimmt dominierende Stellung

Auch bei den Konsumentenausgaben ist das Internet der wachstumsstärkste Sektor: Für ihre Online-Aktivitäten geben die Südafrikaner bis 2015 jährlich 24,4 Prozent mehr aus. Die Zahl der mobilen Internet-User steigt von 2,6 Millionen im Jahr 2010 auf 17,5 Millionen im Jahr 2015. Der Siegeszug von mobilen Endgeräten ist nicht aufzuhalten: Rund 80 Prozent der Menschen mit Online-Zugang nutzen in Zukunft Smartphones oder Tablet-PCs. Auch die Ausgaben für Fernsehen wachsen mit durchschnittlich 11,3 Prozent pro Jahr überproportional. Angetrieben wird das Wachstum durch die steigende Fernsehnutzung und die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Tablet-PC.

Digitalisierung prägt den Markt

Die Digitalisierung beherrscht den südafrikanischen Medienmarkt. Der Anteil der Erlöse aus digitalen Quellen steigt von 12,7 Prozent im Jahr 2010 auf 28,4 Prozent im Jahr 2015. Der Übergang zu digitalen Medieninhalten und Werbeplätzen, die in der Regel wesentlich günstiger angeboten werden als ihre physischen Pendants, führt dazu, dass der strukturelle Wandel der Medienbranche nicht ohne Einnahmeverluste verlaufen kann – die Medienbranche wächst deutlich langsamer als das Bruttoinlandsprodukt. Angetrieben durch neue Mediennutzungsmöglichkeiten und vor allem das gesamtwirtschaftliche Wachstum wird der gesamte Unterhaltungs- und Medienmarkt in Südafrika nach den Prognosen im "South African Entertainment and Media Outlook: 2011-2015" im Jahr 2015 140 Milliarden Rand (rund 12,8 Milliarden Euro) erreichen.

Über den South African Entertainment and Media Outlook: 2011-2015

Der "South African Entertainment and Media Outlook: 2011-2015" erscheint 2011 zum zweiten Mal. In der Studie werden die Trends und Entwicklungen des südafrikanischen Medienmarktes untersucht und Umsatzprognosen für 13 Teilbranchen für die kommenden fünf Jahre abgeleitet. Zu den untersuchten Branchen gehören Internet, Fernsehen, Film, Radio, Musik, Zeitschriften und Zeitungen, der Buchmarkt, Business-to-Business Publishing, Außenwerbung, Videospiele, Sport und Kasinos/Sportwetten.
Bibliographische Daten

Bibliographische Daten

South African Entertainment and Media Outlook: 2011-2015
2nd annual edition

Herausgeber

PwC, South Africa

Bibliographie/Quelle

September 2011
250 S.
DIN A4, Softcover
zahlr. Abb.