Media Trend Outlook: E-Books im Aufwind

Digitales Lesen findet in Deutschland immer mehr Zuspruch. Noch ist der Anteil von E-Books am Gesamtumsatz des Buchmarktes klein, aber die Zeichen stehen auf Wachstum: Die Umsätze mit Belletristik-E-Books haben sich im Jahr 2012 fast verdreifacht. PwC-Experten erwarten, dass der Anteil der Umsätze mit E-Books bis zum Jahr 2017 auf mehr als 16 Prozent des gesamten Belletristik-Marktes steigen wird.

Dies sind einige der Ergebnisse der vierten Ausgabe der PwC-Studienreihe „Media Trend Outlook“. Die Publikation mit dem Titel „E-Books im Aufwind“ bietet eine Analyse der aktuellen Lage auf dem E-Book-Markt und eine Prognose der Entwicklung bis zum Jahr 2017. Das White Paper umfasst zudem die Ergebnisse einer Konsumentenbefragung, für die im Herbst 2013 1.000 Onlinenutzer im Alter von 18 bis 65 befragt wurden.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie im Überblick:

  • Die Voraussetzungen für ein Umsatzwachstum bei elektronischen Büchern in Deutschland sind in den vergangenen Jahren geschaffen worden: Das Angebot an deutschsprachigen E-Books hat sich vervielfacht und die Auswahl der auf dem Markt erhältlichen Lesegeräte hat sich kontinuierlich erweitert
  • Rund 13 Prozent der Onlinenutzer in Deutschland lesen regelmäßig E-Books. Knapp ein Fünftel der Konsumenten bekundet die Absicht, elektronische Bücher demnächst auszuprobieren. Fast vier von zehn Konsumenten haben in den vergangenen zwölf Monaten E-Books gekauft. Die meisten Käufer finden sich dabei in der Altersgruppe der 31- bis 45-Jährigen
  • Die wichtigen Argumente für E-Book sind nach Ansicht der befragten Konsumenten die Platzersparnis und das geringe Gewicht sowie der einfache und schnelle Kauf. Sie schätzen zudem die Möglichkeit, mittels E-Reader auf umfangreiche Bibliotheken zugreifen zu können. Der Wunsch, in einem „echten“ Buch zu blättern, bleibt das stärkste Argument gegen die Nutzung von digitalen Büchern Konsumenten lesen ihre E-Books am häufigsten auf einem E-Reader. Auf Tablet-PCs liest rund die Hälfte der Befragten E-Book-Nutzer; die meisten davon seltener als einmal die Woche
  • PwC-Experten erwarten, dass der Umsatz mit E-Books im Bereich Belletristik, inklusive Kinder- und Jugendliteratur, bis zum Jahr 2017 auf 852 Millionen Euro steigen wird. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 43 Prozent

„Die stabile Entwicklung des Buchmarkts ist im Wesentlichen dem Verkauf elektronischer Bücher zu verdanken. In den kommenden Jahren wird sich im Umfeld der E-Books eine Infrastruktur aus Lesegeräten, Content-Anbietern und Plattformbetreibern bilden. Dafür werden sowohl Konsolidierungsbestrebungen und Kooperationen zwischen den Marktteilnehmern, aber auch eine Vereinheitlichung und Flexibilisierung der Formate sorgen“, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC.