Software-Studie: Zeit des Umbruchs in der Softwarebranche

Die explosionsartige Verbreitung von Smartphones und Tablets, die zunehmende „Consumerization“ der IT und der Trend, unternehmensinterne IT in externe Rechenzentren auszulagern und Daten im Internet zu speichern (Cloud Computing) prägen die Software-Industrie und zwingen die Branche, ihre Geschäftsmodelle zu überarbeiten. Was sich hinter den wichtigsten Entwicklungen verbirgt und welches die erfolgreichsten Softwarehäuser sind, untersucht die Studie „Global Software Leaders - Key players & market trends“ von PwC.

Die Softwarebranche befindet sich in einer nachhaltigen Umbruchsphase. Der Trend, Datenspeicher und Anwendungen auszulagern und IT-Ressourcen nach Verbrauch zu bezahlen, gewinnt bei Unternehmen immer mehr an Zuspruch. Schließlich lassen sich durch sogenannte Cloud-Computing-Dienste Kosten sparen, da Unternehmen Rechnerkapazitäten nicht mehr oder zumindest nicht im vollen Umfang vorhalten müssen. Gleichzeitig sorgt die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets, die anhaltende Beliebtheit von Apps - kleinen Softwareprogrammen, die auf Smartphones wie dem iPhone oder Handys mit dem Google-eigenen Betriebssystem Android geladen werden und die einfache Nutzung von Anwendungen unterschiedlichster Art ermöglichen -  für neue Herausforderungen in der Softwareindustrie.

Damit nicht genug: Durch die zunehmende Verschmelzung von privater und geschäftlicher Nutzung mobiler Endgeräte und entsprechender Anwendungen (Consumerization IT) verändern sich auch die Anforderungen an die Software. Sie erfordern eine umfassende Zentralisierung von Anwendungen auf Servern, so dass die Nutzer netz- und geräteunabhängig auch auf firmenfremde Anwendungen zugreifen können. Entsprechend verändern sich die Anforderungen an das Softwaredesign, die Vertriebskanäle und die Lizenz-Politik.

Softwareunternehmen stehen immer mehr unter Druck, ihre Geschäftsmodelle zu überarbeiten, stärker mit anderen Anbietern zu kooperieren und sich auf die schnell wandelnden Bedürfnisse ihrer Kunden einzustellen. Gleichzeitig bietet der Umbruch enorme Chancen für innovative Unternehmen, sich am Markt zu positionieren.

Die Studie „Global Software Leaders - Key players & market trends“, die im Jahr 2011 zum zweiten Mal veröffentlicht wurde, bietet neben einer Untersuchung der wichtigsten Trends und maßgeblichen Herausforderungen auch einen Überblick über die 100 größten Software-Unternehmen weltweit. In der Studie wird zudem der schnell wachsende Spiele-Markte näher untersucht. Abgerundet wird „Global Software Leaders“ durch Interviews mit den CEOs von führenden Software-Herstellern zur Einschätzung des Marktes.

Ranking nennt die größten Software-Firmen

Erwartungsgemäß belegt Microsoft den ersten Platz in der weltweiten Top Ten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen IBM und Oracle. Unter den zehn führenden Unternehmen kann sich als einziges Unternehmen außerhalb der USA auch SAP behaupten. Mit einem Software-Jahresumsatz in Höhe von 10,6 Milliarden Euro belegen die Walldorfer weltweit den vierten Platz. Die Studie enthält eine Auswertung auf Länderebene zu den jeweils 100 größten Software-Firmen in China, Deutschland, Frankreich, USA, Indien und Großbritannien und darüber hinaus auch für Europa.