
Die Schweizer Wirtschaft hat sich im Jahr 2010 erholt: Das Bruttoinlandsprodukt ist um 2,8 Prozent gestiegen. Das solide Wirtschaftswachstum hat sich positiv auf die Umsätze in der Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche ausgewirkt. Und dieser Trend wird weiter anhalten, so die Prognose der PwC-Medienexperten im "Swiss Entertainment and Media Outlook: 2011-2015". Sie gehen davon aus, dass die Schweizer Medien- und Unterhaltungsindustrie bis 2015 insgesamt um etwa fünf Prozent pro Jahr zulegen wird – und damit schneller wächst als in vielen anderen westeuropäischen Ländern.
Die Gesamt-Umsätze in der Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche steigen von 12,1 Milliarden Schweizer Franken (rund 9,8 Milliarden Euro) im Jahr 2010 auf 15,4 Milliarden (rund 12,5 Milliarden Euro) im Jahr 2015. Bei dieser optimistischen Prognose stützen sich die PwC-Medienexperten auf die Annahme, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Schweiz bis 2015 um drei Prozent pro Jahr steigen wird. Durch die hohen Staatsdefizite in einigen europäischen Ländern ist dieses Wachstumsziel allerdings bedroht. Sollte sich die Krise verschärfen, sind Einbrüche bei den Werbeausgaben und damit deutliche Umsatzrückgänge in der gesamten Unterhaltungs- und Medienbranche nicht auszuschließen.
Bei den Konsumentenausgaben beobachten die PwC-Medienexperten allerdings, dass Verbraucher sich an das wirtschaftliche Auf und Ab gewöhnen und ihr Kaufverhalten bei einer Krise nicht mehr drastisch einschränken. Im Gegenteil: Die finanziellen Unsicherheiten werden den Prozess der Digitalisierung weiter beschleunigen, so die Annahme des "Swiss Entertainment and Media Outlook". Denn die Digitalisierung eröffnet den Unternehmen nicht nur Zugang zu neuen Verkaufskanälen. Sie ermöglicht es ihnen auch, ihre Inhalte zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren.
Neu ist, dass Medienunternehmen verstärkt auf Kollaborationen und Zusammenarbeit setzen. Denn nur so können sie innovative Produkte schnell auf den Markt bringen und die Konsumenten an sich binden.
Ein Garant für Wachstum auf dem Schweizer Medienmarkt ist die anhaltend hohe Nachfrage der Konsumenten nach Breitband, Smartphones und Tablet-PCs. Die Ausgaben für digitale Medien und Inhalte steigen bis 2015 weltweit um 11,4 Prozent pro Jahr.
Am schnellsten wachsen wird das Segment der Online-Werbung: Bis 2015 legen die Erlöse hier um 17,3 Prozent pro Jahr zu. Jährliche Wachstumsraten von über fünf Prozent erwarten die Schweizer Medienexperten auch für die Umsätze mit Internetzugängen (ein Plus von 6,5 Prozent pro Jahr), mit Fernseh-Werbung (plus 6,0 Prozent) und Videospielen (plus 7,7 Prozent).
Im Jahr 2015 werden die Umsätze mit Internet-Zugängen mit 2,7 Milliarden Schweizer Franken den größten Anteil an den Gesamt-Umsätzen der Branche haben, dicht gefolgt von den Umsätzen mit TV-Gebühren (2,6 Milliarden). Die Umsätze mit Zeitungen, die im Jahr 2010 noch den größten Block der Gesamt-Ausgaben in der Schweiz Medien- und Unterhaltungsbranche bildeten, werden auf Platz drei verdrängt.
Der "Swiss Entertainment and Media Outlook" basiert auf dem Global Entertainment and Media Outlook und analysiert den Schweizer Medien- und Unterhaltungsmarkt im Detail. Er erscheint dieses Jahr zum zweiten Mal. Die Studie untersucht zwölf Segmente der Medien- und Unterhaltungsindustrie: Internetzugänge, Online-Werbung, Fernseh-Gebühren, Fernseh-Werbung, Musik, Film, Videospiele, Radio, Außenwerbung, Zeitschriften, Zeitungen, Kasinos & Glücksspiel. Ergänzt wird der Outlook durch Interviews mit Branchen-Experten.
Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit für den "Swiss Entertainment and Media Outlook: 2011-2015" finden Sie unter www.pwc.ch/outlook.
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Swiss Entertainment and Media Outlook: 2011-2015
PwC, Schweiz
November 2011
zahlr. Abb.
zahlr. Tab.
130 S.