Die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Transport- und Logistikbranche verändern sich dramatisch. Staatliche Monopole lösen sich auf, neue Anbieter treten hinzu, Zusammenschlüsse sind an der Tagesordnung. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, kommt es auf ein professionelles Management an.
Die Logistik ist das Rückgrat der globalen Wertschöpfung geworden. Das weltweite Zusammenwachsen der Beschaffungs- und Absatzmärkte in den letzten Jahrzehnten ist der Entwicklung leistungsfähiger Informationstechnologien und effizienter Transportinfrastrukturen zu verdanken. Logistik ist längst mehr als reiner Transport - sie hat sich zu einer unternehmensübergreifenden Steuerung von Güter- und Informationsflüssen gewandelt.
Trotz teilweiser Rückschläge ist das Aufbrechen vormals staatlich kontrollierter Segmente ungebremst. Neue Anbieter drängen auf den Markt und erkennen ehemals geschützte Bereiche der Transport- und Logistikbranche als Wachstumsfelder. Doch auch die ehemals staatlichen Anbieter wandeln sich.
Fallbeispiel Deutsche Post
Deutlich wird der Wandel am Beispiel der Deutschen Post. Sie hat in kürzester Zeit auf die sich abzeichnenden Veränderungen der Branche reagiert. Mit privatem Kapital konnte sich das Unternehmen durch konsequente Umstrukturierung und gezieltes Wachstum, insbesondere durch Akquisitionen, zu einem global aufgestellten Logistikunternehmen mit umfassendem Portfolio aus Brief-, Express-, Transport/Logistik- und Finanzdienstleistungen wandeln.
Fallbeispiel Deutsche Bahn
Auch die Deutsche Bahn und mit ihr der gesamte europäische Schienentransport wandeln sich grundlegend. Noch im Weißbuch vom September 2001 stellt die EU-Kommission fest, dass die Liberalisierung im Schienenverkehr, insbesondere die Gewährung von Zugangsrechten zum Schienennetz für konkurrierende Eisenbahnen, in der EU bislang unzureichend umgesetzt ist. Die einheitliche Marktliberalisierung muss EU-weit verwirklicht werden, damit der grenzüberschreitende Güterkehr wachsen kann.
Wegen des noch auf Jahre bestehenden Lohn- und Sozialkostengefälles werden größere Transport- und Logistikunternehmen vermehrt aus osteuropäischen Ländern heraus operieren, während sich bereits etablierte Unternehmen noch stärker auf Steuerungsfunktionen konzentrieren werden.
Mit der Liberalisierung ehemals staatlich geregelter Bereiche sowie der EU-Osterweiterung haben sich die Rahmenbedingungen der Branche grundlegend verändert. Sie muss sich mit den neuen Aktivitäten europäischer Post- und Bahnunternehmen auseinandersetzen, sowohl als Wettbewerber als auch als Partner für neue strategische Allianzen. Privatfinanzierte Betreibermodelle bieten einen Ausweg aus der Finanzmittelknappheit der öffentlichen Hand und sorgen für weitere Veränderungen.
Neben dem beschriebenen Wandel des wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmens ist das nachhaltige Wachstum vor allem von der Erhöhung der Transport- und Logistikvolumina abhängig. Die Tendenz der Kunden, sich in ihrer Auftragsvergabe auf wenige Logistikpartner mit industriespezifischen Logistikleistungen und umfassender Netzwerkabdeckung zu konzentrieren, wird den Wettbewerb weiter verschärfen. Neben organischem Wachstum werden Unternehmen zudem notwendige Ressourcen auf- und ausbauen
Bei diesen Akquisitionen oder Kooperationen kommt es auf ein professionelles Management des Prozesses, eine detaillierte Bewertung der zu übertragenden oder einzubringenden Unternehmenseinheiten sowie eine intensive Auseinandersetzung mit den Wertsteigerungspotenzialen und Risiken im Vorfeld einer Transaktion an. PwC verfügt über langjährige Erfahrungen in der Beratung und Strukturierung von Unternehmenstransaktionen und Investitionsentscheidungen sowie in Due-Diligence-Arbeiten für diese Branche. Das europaweite Expertennetzwerk agiert in interdisziplinären Teams und verbindet intensives Branchenwissen mit guten Kontakten in allen Segmenten.