Strategien gegen den akademischen Fachkräftemangel aus betrieblicher Perspektive

Strategien gegen den akademischen Fachkräftemangel aus betrieblicher Perspektive

Der demografische Wandel ist in den deutschen Unternehmen angekommen: Vier von fünf Betrieben rechnen mit zunehmenden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung akademischer Fachkräfte. Höhere Investitionen in die betriebliche Weiterbildung sollen Personalengpässe vermeiden, allerdings fehlt vielen Unternehmen eine bedarfsorientierte Qualifizierungsstrategie, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt.

Aktuell sehen sich rund 90 Prozent der 220 befragten Betriebe vom Fachkräftemangel betroffen. Dies gilt in besonderem Maße für die Branchen Maschinen- und Automobilbau sowie Chemie und Pharma, weniger ausgeprägt für den Finanzsektor. Mittelfristig rechnen allerdings die Befragten aller Branchen gleichermaßen mit einer Verschärfung des Problems.

"Die meisten Unternehmen wollen dem Fachkräftemangel mit einer Kombination aus Weiterbildung, Talentförderung und einer forcierten Rekrutierung begegnen. Zwar ist die Weiterbildung das Mittel der Wahl. Allerdings ist der Weiterbildungsumfang in vielen Betrieben noch gering. Zudem fehlt häufig eine konsistente Strategie zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen", betont Christine Hentschel. Derzeit plant die Mehrzahl der Betriebe (59 Prozent) höchstens fünf Arbeitstage pro Jahr und akademischer Fachkraft für die betriebliche Weiterbildung ein, bei 14 Prozent sind es sogar nur maximal zwei Tage.


Geplante Weiterbildungstage pro Mitarbeiter und Jahr

Zudem verzichtet bislang fast ein Drittel der Unternehmen auf eine systematische Ermittlung des individuellen Weiterbildungsbedarfs. Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Qualifizierungsmaßnahmen ist nur bei knapp jedem siebten Befragten üblich. Entsprechend gehen viele Weiterbildungsmaßnahmen am Bedarf vorbei – Soft Skills beispielsweise, bei denen Bewerber aus Sicht der Unternehmen die größten Defizite aufweisen, werden nur mäßig trainiert.

Hinzu kommt, dass sich Qualifizierungsangebote stark auf die jüngeren Fachkräfte konzentrieren, während bereits Mitarbeiter über 50 Jahren nur noch bei gut einem Viertel der Befragten häufig bei der Weiterbildung berücksichtigt werden. "Die Formel vom 'lebenslangen Lernen' ist in den meisten Unternehmen eher Absichtserklärung als Realitätsbeschreibung. Hier müssen die Betriebe dringend nachbessern, da sie auf das Potenzial der älteren Mitarbeiter künftig nicht mehr verzichten können", betont Christine Hentschel.

Bibliographische Daten

Herausgeber

PwC

Bibliographie/Quelle

November 2012
36 S.

Preis

kostenfrei

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